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Be part of the art

Jürgen Schubbe

Maler aus Paderborn, Deutschland

Jürgen Schubbes Porträts sind auf den ersten Blick irritierend: Sie zeigen keine klar erkennbaren Personen. Der Künstler möchte mit seinen Werken Emotionen auslösen: „Vielleicht gelingt es dem Betrachter, sich zu spiegeln und zu hinterfragen oder zu überprüfen“, sagt Schubbe.

 
„Meine Porträts sollen sich nicht unmittelbar erschließen“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Sigrun Strangmann, www.sigrunstrangmann.com

Interview

Was bedeutet Kunst für dich?

Kunst ist mein Luxus, für mich etwas ganz Besonderes.

Was war dein Berufswunsch als Kind?

Leadgitarrist bei The Who. Der Posten war (und ist) aber schon bestens besetzt mit Pete Townshend.

Bitte erzähle uns von deinem Werdegang, wie du zur Kunst gekommen bist.

Die Bildende Kunst hat mich erst vor etwas mehr als 10 Jahren berührt. Bis dahin war mein Leben frei von Malerei. Mehr oder weniger zufällig bin ich mit dem Malen in Berührung gekommen und war vom ersten Moment an total angefixt.

Gibt es ein Erlebnis, das dich und deine Kunst besonders geprägt hat?

Die Porträts von Georg Baselitz haben mich fasziniert und spielen bis heute eine große Rolle für mich.

Wie hat sich deine Kunst entwickelt?

Im Laufe der Jahre ist das Thema Porträts dominierend geblieben.

Wie würdest du deinen heutigen Stil beschreiben?

Expressiv.

Woraus entstehen deine Motive?

Das ist unterschiedlich. Mal nutze ich als groben Anhaltspunkt Vorlagen. Andere Arbeiten entstehen aus der freien Assoziation.

Manche der Gesichter in deinen Gemälden haben schwarze Augenhöhlen oder sind unkenntlich. Nimmst du in Kauf, dass du mit ihnen bei manchen Menschen Furcht auslöst?

Ich wünsche mir und beabsichtige, dass meine Arbeiten berühren. Ein Porträt sagt etwas über denjenigen aus, der es erschaffen hat. Welche Emotionen die Arbeit beim jeweiligen Betrachter auslösen, sollte dem Betrachter etwas über das eigene Ich sagen. Vielleicht gelingt es dem Betrachter, sich zu spiegeln und zu hinterfragen oder zu überprüfen.

Welche Rolle spielt der Grad der Erkennbarkeit?

Meine Porträts sollen sich nicht unmittelbar erschließen und Raum für Interpretationen lassen

In welcher Stimmung musst du sein, um an deiner Kunst arbeiten zu können?

Da gibt es die komplette Bandbreite.

Wie viel Zeit investierst du in die Kunst?

Ich arbeite phasenweise, lang anhaltend und sehr intensiv.

Viele deiner Bilder tragen das Kürzel ts oder t & s im Titel. Wofür steht das?

Twist & Shout. Titel für Bilder haben in der Regel keine große Bedeutung für mich, weil sie ablenken oder irrige Interpretationen verursachen. Buchstaben oder Worte in den Bildern selbst sind intuitive Äußerungen während des Arbeitsprozesses.

Hast du künstlerische Vorbilder?

Kirchner und Baselitz.

Welche Kunst hängt bei dir zu Hause?

Ausstellungsplakate von Kirchner und Baselitz.

Wie wichtig ist dir die Wirkung deiner Werke auf den Betrachter?

Jede Arbeit beinhaltet den Versuch, Wirkung zu erzeugen. Der Dialog mit dem Betrachter ist eine wichtige Rückkoppelung.

Wie gehst du mit Kritik um?

Ich glaube gut.

Wie schwer fällt es dir, dich von einem Kunstwerk zu trennen?

Kein Problem. Dann mache ich drei neue.

Was tust du, wenn du keine Kunst machst?

Wenn ich selbst nicht schaffe, dreht sich viel um das Thema Kunst. Austausch, Literatur, Zeitschriften, Museen, Filme usw.

Wohin geht deine künstlerische Reise als Nächstes?

Zunächst habe ich erst noch mit den Porträts zu tun. Danach schaue ich weiter nach unten, bis ich bei den Füßen angelangt bin.

Zwischendurch reizt mich immer wieder die expressive Holzbildhauerei. Gerade auch der körperliche Aspekt ist von Bedeutung. Auf lange Sicht würde ich das gerne in meine Kunst integrieren.