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Be part of the art

Sarah Plaumann

Illustratorin aus Kempen, Deutschland

Sarah Plaumann ist fasziniert von den Gestaltungsmöglichkeiten der Mode und liebt ungemischte, kräftige Farben. In ihren Modeskizzen und Porträts kommen beide Vorlieben zur Geltung. „Durch das Arbeiten mit Farbe entsteht mehr als nur eine Silhouette, sie gibt meinen Motiven Leben, Energie und Bewegung“, sagt die Künstlerin.

 
„Meine Bilder sollen motivieren, beleben, Aufmerksamkeit auf sich ziehen und Schwung bringen“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Mathias Dorner-Müller, www.dorner-mueller.com

Interview

Wie bist du zur Kunst gekommen? Oder kam die Kunst zu dir?

Mit Kunst und Kreativität hatte ich schon immer was am Hut. Schon als ich sehr jung war, fiel auf, dass ich am Malen mehr Spaß hatte als an allem anderen. Im Gegensatz dazu hatten meine Mathelehrer keinen Spaß mit mir. Auch sonst waren andere Schulfächer für mich schon früh uninteressant. Mit Unterrichtsfächer mit Inhalten, die mit Kunst, Fotografie oder Philosophie zu tun hatten, konnte ich dagegen was anfangen. Darin war ich gut, und diese Thematiken weckten mein Interesse. Mein Interesse und mein Hang zur Kunst entwickelten sich also schon zu meiner Grundschulzeit und haben sich seitdem stetig gesteigert. Hinzu kommt, dass ich in einem sehr kreativen Umfeld aufgewachsen bin. Geprägt von meiner Familie, in der ein ausgeprägtes Interesse an Kunst mit allen ihren Facetten gelebt wird, entwickelte sich schnell eine Affinität. Ich denke, die Kunst kam zu mir, und ich habe sie dankend angenommen. Etwas anderes als das kreative Arbeiten kann und möchte ich mir auch nicht vorstellen.

Von wem hast du gelernt?

Während meines Illustrationsstudiums in Münster habe ich viel gelernt und von allen Dingen, die ich immer wahrgenommen habe. Ich gehe mit offenen Augen durch die Welt und schaue mir meine Umwelt an, lasse Situationen auf mich wirken und merke mir vieles. Vom Leben selbst lerne ich am meisten.

Viele deiner Kunstwerke sind Modeskizzen. Was fasziniert dich an der Mode?

Die Mode nutzt so viele verschiedene Gestaltungselemente und -möglichkeiten. Das fasziniert mich irgendwie. Hinzu kommt, dass diese Gestaltungselemente nicht nur einen schöpferischen Wert haben, sondern Menschen mit ihnen und von ihnen angezogen werden. In der Mode findet man so viele Farben, Formen und Muster, die der Natur entspringen. Diese Hülle und Fülle an Möglichkeiten finde ich toll. Es ist nicht das oberflächliche Thema Mode, was mich interessiert, sondern dass dort die gestalterischen Möglichkeiten deutlich und sichtbar gemacht werden. Es wird mit Materialien und starken Farben gearbeitet, es werden Statements gesetzt, die schockieren, beeindrucken, Rätsel aufgeben oder anderen gefallen, so wie in der Kunst selber.

Was macht deine Kunst besonders?

Ich weiß nicht, ob etwas meine Kunst besonders macht. Für mich ist sie besonders und ich freue mich, wenn auch andere etwas Besonderes oder Inspirierendes an meiner Kunst finden. Ich male mit intensiven Farben und klaren Linien. Besonders und faszinierend ist für mich, dass man mit ein paar Pinselstrichen etwas erschaffen kann.

Bitte erzähle etwas über die Technik, die du bei diesen Bildern anwendest.

Ich male bei diesen Bildern hauptsächlich mit Acryl. Die Farben trage ich meistens sehr trocken mit wenig Wasseranteil auf. So sieht man die Struktur des Pinselstrichs gut. Der Farbauftrag ist sehr dick. Ich mische die Farben entweder im Bild selber oder arbeite die Farbe in ihrer Grundform aus. Mir gefällt die Intensität der ungemischten Farben dabei sehr gut. Sie sind stark, dynamisch und intensiv. Daran möchte ich meistens gar nichts ändern. Es entstehen starke Farbkontraste, die ich unglaublich schön finde, gerade weil sie so präsent sind und ins Auge springen.

Du benutzt Farben pointiert, aber dann kräftig. Welche Wirkung willst du mit deinen Farben erzielen?

Für mich entsteht aus den Farben erst die Form. Die Farben sollen eine prägnante Wirkung haben und die volle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Durch das Arbeiten mit Farbe entsteht mehr als nur eine Silhouette, sie gibt meinen Motiven Leben, Energie und Bewegung. Und so ist es doch auch mit der Farbe im richtigen Leben: Ein grauer Tag lässt uns träge und müde sein. Ein blauer Himmel und Sonnenlicht dagegen lassen uns energievoll und motiviert sein. Meine Bilder sollen motivieren, beleben, Aufmerksamkeit auf sich ziehen und Schwung bringen.

Ist es dir wichtig, wie Menschen auf deine Kunst reagieren?

Ja klar, wichtig ist es mir schon. Jedes Bild ist ja auch ein Ausdruck der eigenen Vorlieben. Kunst lebt durch ihre Subjektivität. Ich freue mich über jede Reaktion, egal ob negativ oder positiv. Wichtig ist doch nur, dass man einen Impuls beim Betrachter auslöst.

Wie reagieren sie denn?

Die Reaktionen gehen da völlig auseinander, aber grade das finde ich sehr spannend. Es gab mal jemanden, der sich sehr angegriffen fühlte von einer pinken Skizze, aber andere wiederum fanden die Farbwirkung wunderschön. So hat jeder durch meinen Einsatz von Farbe seine ganz eigene Wahrnehmung dazu, dabei geht es weniger um das Motiv selber.

Welches war dein schönstes Erlebnis mit deiner Kunst?

Das schönste Kompliment war für mich, dass mir jemand sagte, meine Bilder würden inspirieren. Inspiration gibt anderen Menschen neue Impulse, hilft ihnen bei der Kreativität, und wenn ich mit meinen Bildern weitere Inspirationen schaffen kann, ist es das wunderbarste Kompliment für mich und meine Malerei.

Welche Dinge, welche Umgebung brauchst du, um gut malen zu können?

Zum Malen muss ich ganz für mich sein, alle Ablenkungen der heutigen Zeit werden verbannt. Ich lasse mich schnell ablenken, deswegen brauche ich diese Abschottung. Das Einzige, was natürlich nicht fehlen darf, ist Musik. Die Musik unterstützt meine Stimmung beim Malen und hilft mir bei meinen Pinselstrichen.

Was treibt dich an, kreativ zu sein?

Kreativ sein ist ein Wechselbad der Gefühle. Es macht glücklich, es ist aber auch mal sehr stressig und frustrierend. Dieser Wechsel und die Spannung, ob einem das neue Bild gelingt, das treibt mich an. Auch die Zeit mit sich selbst ist ein großer Teil davon. Sich auf eine Sache zu konzentrieren und dabei etwas zu kreieren und zu schaffen, finde ich super.

Was machst du, wenn du nicht malst oder zeichnest?

Wenn ich nicht male, bin ich eher laut. Ich bin gerne unterwegs und ich liebe es, Sport zu treiben. Ich mache 4 bis 5 Tage die Woche exzessives Training, um meine Energie loszuwerden und mich an meine Grenzen zu bringen. Sport macht mir sehr viel Spaß, er raubt dir erst die Kraft, dann gibt er dir aber das Doppelte wieder zurück. In meiner freien Zeit lese ich gerne Bücher, schaue Wissenschaftsdokus und lasse mich inspirieren. Wenn ich unterwegs bin, besuche ich gerne Kunstausstellungen. Natürlich ist auch Abschalten mit Freunden und Familie angesagt.

Welche Art Sport treibst Du denn so intensiv?

Ich treibe Kraftsport zum Muskelaufbau im Fitnessstudio und jogge in der freien Natur.

Hast du künstlerische Vorbilder?

Hauptsächlich liebe ich die Werke der Expressionisten. Diese inspirieren mich sehr. Der starke Einsatz der Farben ist dabei beeindruckend. Künstlerische Vorbilder sind van Gogh, Franz Marc, Max Pechstein, Robert Delaunay, Alexey Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner und Henri Matisse.

Gibt es ein künstlerisches Projekt, das du gern in Zukunft einmal umsetzen möchtest?

Ich möchte gerne einmal eine eigene Ausstellung planen und einen tollen Raum für meine Bilder finden oder schaffen.

Wohin geht deine künstlerische Reise als Nächstes?

Das ist eine gute Frage, die ich mir gerne noch komplett offen lasse. Ich weiß es nämlich nicht. Ich und meine Vorlieben ändern sich ständig. Zukunftsfragen sind auch nicht so mein Ding, denn man weiß ja nie, wohin die Reise im Leben mal geht. Die Entscheidungen, die ich im Leben treffe, werden auch meine künstlerische Reise in Zukunft definieren.