Top
Kundenbereich schließen

Willkommen im Kundenbereich

Melde dich mit deinen Zugangsdaten an.

  • Unikate & limitierte Sondereditionen
  • Exklusive Kundenevents
  • Lieblingsartikel merken
  • Bestellungen & Daten verwalten
Be part of the art

Thomas Weick

Künstler aus Berlin, Deutschland

Thomas Weick erschafft digitale Fotografie, die im künstlerischen Prozess mehrere Metamorphosen durchläuft. Die genauen Schritte, die er „über Jahre hinweg selbst ausgetüftelt“ hat, verrät er uns nicht – Berufsgeheimnis. Und dennoch gibt er uns spannende Einblicke in seine Arbeit.

 
„Der größte Kritiker meiner Arbeiten bin immer noch ich selbst.“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Denise Kuchy, www.denisevandeesen.com

Interview

Wie hast du die Kunst für dich entdeckt?

Am Anfang war es reiner Zeitvertreib, angefangen mit der Malerei. Ich versuchte mich zuerst in der Landschaftsmalerei und das mit sehr mäßigem Erfolg. Mir war sehr schnell klar, dass dies nicht mein Ding war. Danach versuchte ich es mit der abstrakten Malerei, kaufte mir unzählige Bücher darüber, brachte mir vieles selbst bei und das dann auch mit Erfolg. Ich nahm an mehreren Gruppenausstellungen und Kunsthandwerkermärkten teil und verkaufte immer wieder die eine oder andere Arbeit von mir, was mir sehr viel Freude bereitete. Ich probierte immer neue Dinge aus, und da ich schon immer gerne fotografierte, versuchte ich mich auch an Collagen.

Fotografie und abstrakte Malerei zu verbinden war mein nächstes Ziel. Dabei kamen recht gute Ergebnisse heraus, von denen ich auch einige Werke verkaufen konnte. Über diese Arbeiten kam mir dann eines Tages die Idee, meine eigenen Fotografien durch verschiedene Bildbearbeitungsprogramme zu optimieren. Ich versuchte mich immer wieder an neuen Techniken und habe mir mit der Zeit unzählige Pfade zurechtgelegt, um jedes einzelne Bild so darzustellen, dass es mir zu 100% zusagt. Mittlerweile ist die Fotografie mit der anschließenden digitalen Bearbeitung zu meiner Kunst geworden und das äußerst erfolgreich.

Was macht deine Kunst besonders?

Die besondere Bearbeitung über viele verschiedene Programme und Filter, ein Bild durchwandert unzählige Arbeitsschritte. Des Weiteren sind die vielen verschiedenen Stilrichtungen zu erwähnen, um jedem Geschmack gerecht zu werden. Ich benutze nur meine eigenen Fotografien, die ich mir schon bei meiner Fototour genau aussuche, denn mittlerweile kann ich mir beim Fotografieren eines Gegenstandes oder einer Landschaft etc. schon sehr gut vorstellen, welche Bearbeitung ich für dieses Motiv anwenden werde.

Welche Umgebung schaffst du dir, um künstlerisch arbeiten zu können?

Die Umgebung ist für mich zweitrangig, das Wichtigste ist, dass ich Ruhe habe. Viel wichtiger als die Umgebung ist für mich die Muse. Ich muss so richtig Lust haben auf meine Kunst – gierig sein auf Neues. Das schafft man nicht immer, deshalb ist es auch unmöglich, so etwas zu planen. Auftragsarbeiten mache ich aus diesem Grund auch sehr ungerne. Ich kann nicht einen Auftrag annehmen und sagen: Ihr Bild können Sie in einer Woche abholen, das geht nicht!

Deine Kunstwerke sind digital veränderte Fotografien. Sind die Ausgangsbilder deine eigenen oder auch Bilder anderer Fotografen?

Ich arbeite ausschließlich mit eigenen Fotografien. Das ist schon im Vorfeld ein ganz wichtiger Bestandteil meiner Kunst für mich. Vom Ausgangsbild bis zum fertigen Werk, alles aus einer Hand. Ich könnte mir nicht vorstellen, mich mit den Federn anderer zu schmücken. Diese Kunst fängt schon mit der eigenen Aufnahme an.

Deine Kunstwerke sind digital veränderte Fotografien. Sind die Ausgangsbilder deine eigenen oder auch Bilder anderer Fotografen?

Ich arbeite ausschließlich mit eigenen Fotografien. Das ist schon im Vorfeld ein ganz wichtiger Bestandteil meiner Kunst für mich. Vom Ausgangsbild bis zum fertigen Werk, alles aus einer Hand. Ich könnte mir nicht vorstellen, mich mit den Federn anderer zu schmücken. Diese Kunst fängt schon mit der eigenen Aufnahme an.

Bitte beschreibe einmal, wie du deine Motive für diese Werke wählst.

Ich denke mir schon vor einer Fototour ein bestimmtes Thema aus. Danach besuche ich Orte, über die ich mich im Vorfeld informiere, um dort eben diese Motive zu finden. Es ist also am Anfang eine Idee, nach der ich mir meine Motive auswähle. Zum Beispiel bei der Fotoserie ANTIK – ich besuche alte Dörfer, um dort Zeitzeugen zu fotografieren, oder die Serie MODERNE, bei der es mir, seitdem ich hier in Berlin wohne, sehr leichtfällt, die geeigneten Motive zu finden.

Was motiviert dich, die gemachten Bilder einer künstlerischen Nachbearbeitung zu unterziehen?

Die Motivation liegt darin, dass ich bei jedem Bearbeitungsschritt neue Dinge in den jeweiligen Motiven entdecke. Die Vielfalt der Möglichkeiten, das Bild zu verändem, das ist fast wie eine Sucht – die Sucht nach neuen Wegen, um noch mehr aus diesem Motiv herauszuholen!

Bitte lass uns einmal an dem Schaffensprozess teilhaben. Wie gehst du vor, wenn du die Fotografien veränderst?

Ich möchte hier die Vorgehensweise lieber nicht erklären, bitte nicht böse sein. Ich würde dadurch meine Arbeit, die ich über Jahre hinweg selbst ausgetüftelt habe, preisgeben und zum Nachahmen animieren, das will ich nicht. Ich kann zu dieser Frage nur erwähnen, dass es schon mit dem Ausgangsbild beginnt, welchen Pfad ich anwende und welchen nicht. Das Motiv durchwandert danach mehrere Bearbeitungsschritte und Filter in immer wechselnden Programmen, bis ich es als gelungen empfinde.

Wann ist ein Bild fertig?

Das Bild ist vollendet, wenn ich mit dem Ergebnis zu I00 % zufrieden bin. Meine Erfahrung, die ich mittlerweile habe, sagt mir, wenn ich mit meiner Arbeit zufrieden bin, dann gefällt es auch dem Kunden. Der größte Kritiker meiner Arbeiten bin immer noch ich selbst.

Hast du Vorbilder?

Eigentlich nicht, denn wer macht so eine Art wie ich? Ein Künstler, den ich sehr bewundere, ist M. C. Escher. Seine Arbeiten finde ich großartig.

Du hast ein eigenes Atelier in Berlin. Hängen dort hauptsächlich deine eigenen Bilder?

Ja, ich habe seit Oktober 2016 mein eigenes Atelier – meine eigene Galerie in Berlin-Spandau – und habe mir damit einen langersehnten Wunsch erfüllt. In meinen Räumen hängen ausschließlich Arbeiten von mir.

Wie reagieren die Besucher auf deine Kunst?

Zum einen reagieren sie meist positiv und zum anderen sehr überrascht angesichts der Vielfalt meiner Arbeiten. Sie finden bei mir Malerei, Fotografie und digitale Kunst.

Kannst du dich gut von Kunstwerken trennen?

Meine Arbeiten und Werke sind für den Kunden gemacht und es ist deshalb eine Grundvoraussetzung, sich früher oder später von dem Kunstwerk zu trennen. Es fällt mir eigentlich ziemlich leicht, mich von einem Werk zu trennen, denn es ist ja auch eine Art Anerkennung und Wertschätzung, wenn eine Arbeit einen Käufer findet.

Welches war das bisher schönste Erlebnis mit deiner Kunst?

Das schönste Erlebnis? Schwierig, denn da gab es schon einige. Die eigene Galerie, das eigene Atelier in Berlin zu haben, oder die vielen netten Menschen, die ich durch meine Kunst kennenlernen durfte, oder erst kürzlich die Ausstellung in Wilmersdorf, bei der ich fünf Arbeiten verkaufen konnte. Ich hatte schon einige schöne Erlebnisse mit meiner Art und hoffe auf weitere.

Was tust du, wenn du keine Kunst machst?

Arbeiten gehen, denn von der Kunst alleine kann man nicht leben. Die freie Zeit mit meiner Frau und meinem Sohn genießen. Da wir erst letztes Jahr im August nach Berlin umgezogen sind, gibt es natürlich sehr viel zu entdecken. Überall Motive, die darauf warten, festgehalten zu werden – ach so, da gehen wir ja schon wieder in die Kunst über!