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Be part of the art

Hinrich van Hülsen

Maler aus Osnabrück

Anstatt sich von einem Kunststudium leiten zu lassen, entdeckte Hinrich van Hülsen die Kunst frei und entwickelte seinen ganz eigenen Stil – den Skurrealismus. Was genau hinter diesem Begriff steckt und welche Themen er immer wieder in seinen Werken aufgreift, erzählt er uns im Interview. Außerdem erfahren wir mehr über die Entstehung seiner Bilder und die Künstlergruppe Melpomene.

 
„Kunst ist Freiheit“

Videoporträt

Impressionen

Interview

Wann bist du zur Kunst gekommen?

Schon in frühester Kindheit. Als Kind hab ich immer gesagt: Ich will Künstler werden! Und das hab ich so durchgezogen.

Wie haben deine Eltern darauf reagiert?

Die fanden das in Ordnung. Mir wurden keine Steine in den Weg gelegt. Ganz im Gegenteil, ich bin gefördert worden.

Wie bist du vom Grafikdesign-Studium zur Malerei gekommen?

Das lief eigentlich parallel. Gemalt hab ich immer. Und damals, als ich studiert habe, konnte man sich aussuchen, ob man direkt Kunst studiert oder Grafikdesign. Ich hab mich für Grafikdesign entschlossen, weil ich die Malerei lieber frei entdecken wollte, also für mich und nicht durch aufgezwungene Stile von irgendwelchen Dozenten.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Ein Zwischending zwischen Realismus, Surrealismus - und von der Künstlergruppe Melpomene gab es den schönen Begriff Skurrealismus. Es ist nicht real, es ist nicht surreal, es ist ein Zwischending. Und da passt das Wort Skurrealismus eigentlich ganz gut.

Was genau ist Melpomene?

Wir sind fünf Künstler und kennen uns inzwischen schon 30 Jahre. Der Zusammenschluss Melpomene passt ganz gut, da wir alle den gleichen Ansatzpunkt haben in der Kunst. Da haben wir uns gedacht, bevor wir in große Künstlervereinigungen gehen, machen wir unsere eigene kleine. Dann können wir besser reagieren und Ausstellungen machen. Letztes Jahr war unser 20-jähriges Jubiläum.

Wie entstehen deine Bilder? Wie ist dein Arbeitsprozess?

Ganz unterschiedlich. Ich führe Skizzenbücher, da werden kleine Ideen und Gedanken festgehalten. Auch mal etwas aufgeschrieben. Da gibt es nicht immer ganz konkrete Bildideen. Manchmal blättere ich einfach meine Skizzenbücher durch und gucke mal, was für Ideen dabei waren, und daraus werden dann wieder neue Bilder entwickelt.

Malst du lieber Menschen oder Tiere?

Die Themen Mensch, Tier, Natur sind meine Schwerpunkte und der rote Faden in meinen Arbeiten. Aber das Tierthema ist im Moment wieder besonders groß bei mir.

Welche Reaktion auf deine Bilder wirst du nie vergessen?

Es gab mal eine recht miese Kritik über eine Linoldruck-Serie, die ich gemacht habe. Die hieß „Es ist nicht geheuer auf der Welt“. Es war eine sehr dunkle, düstere Geschichte, und das fanden viele zu unheimlich, das war eine interessante Reaktion, fand ich.

Gibt es einen Künstler, der dich geprägt hat?

Da gibt es mehrere, würde ich sagen. Zum Beispiel Max Ernst ist eigentlich der Wichtigste, an dem habe ich mich viel orientiert.

Was bedeutet die Kunst für dich?

Die Kunst bedeutet für mich, dass ich mich nach meinem Willen ausdrücken kann, dass ich machen kann, was man im wahren Leben nicht machen sollte oder nicht machen darf. Es ist Freiheit. Eine ganze Menge.

Welcher Untergrund ist dir für deine Bilder am liebsten?

Vor einigen Jahren habe ich noch auf Holz gemalt. Im Moment male ich viel auf Leinwand. Meine Cut-outs sind natürlich auch aus Holzmaterialien.

Gibt es einen Ort, an dem du gerne einmal künstlerisch arbeiten würdest?

Ich glaube nicht, mir reicht meine eigene kleine Welt hier.

Wo siehst du deine Kunst in den nächsten Jahren?

Ich glaub nicht, dass sich in den nächsten Jahren viel ändern wird. Pläne habe ich nie. Was kommt, das kommt.

Was rätst du Nachwuchskünstlern?

Nachwuchskünstler sollten auf jeden Fall das machen, was ihnen Spaß macht, und sich nicht von irgendwelchen anderen Leuten was diktieren lassen. Sondern ihren eigenen Weg gehen. Das ist ganz wichtig. Das hab ich selber auch gemacht und bin ganz zufrieden damit (lächelt).