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Be part of the art

Eva Recordon

Malerin aus Stuttgart

Eva Recordon malt sehr dynamisch und mit Freude am spontanen Experiment. „Teilweise chaotisch und vehement“ beschreibt sie ihr Vorgehen im Malprozess. Sand, rote Erde und auch Pflanzenteile spielen eine Rolle als Malmaterial – und werden durch die Hand der Künstlerin zu abstrakten Kunstwerken voller Wärme und Kraft.

 
„Ein Kunstwerk muss nicht verstanden, sondern gefühlt werden“

Impressionen

Interview

Wann bist du der Kunst zuerst begegnet – und wie war das?

Ich habe mich bereits als Kind sehr für jede Art des künstlerischen Gestaltens interessiert. Es verging kaum ein Tag, an dem ich nicht zu meinen Farben und Stiften griff, um das Erlebte und Gefühlte zu Papier zu bringen.

Wie hat sich deine Malerei seitdem entwickelt?

Ich habe eine große Experimentier- und Gestaltungsfreude, setzte mich in jungen Jahren mit allen möglichen Sparten der bildnerischen Kunst auseinander und habe vieles ausprobiert: Zeichnen, Malen von Porträts und Landschaften in Öl und Aquarell. Besonders die Landschaftsbilder der Provence begleiteten mich viele Jahre. Meine Bilder wurden mit den Jahren immer abstrakter, und die experimentelle expressive Malerei ist zu meiner künstlerischen Ausdrucksform geworden.

Hast du Vorbilder oder stetige Inspirationsquellen?

Es gibt sehr viele Künstler, die mich beeindrucken. Jede Kunstausstellung, die ich besuche, ist gewissermaßen eine Bereicherung und oftmals Inspiration und Motivation zugleich. Die Natur in all ihrer Formenvielfalt inspiriert mich.

Was treibt dich an, dich ans Werk zu machen?

Es sind oft Emotionen und Erlebtes. Der Drang zu kreieren lässt neue Synergien entstehen, die meine Leidenschaft unterstützen.

An welchem Ort arbeitest du und wie hast du dich dort eingerichtet?

Ich hatte das Glück, vor einigen Jahren in Stuttgart ein größeres Atelier anzumieten, in dem ich mich nach Herzenslust ausbreiten kann. In den Sommermonaten arbeite ich in Südfrankreich in meinem kleinen Atelier oder im großen „Freiluftatelier“ in unserem Garten.

Was brauchst du außerdem, um gut malen zu können?

Ich muss mich wohlfühlen an dem Ort, an dem ich male, und in Harmonie mit mir selbst sein. Manchmal brauche ich Musik, die mich stimuliert oder einfach nur die Stille, die mich umgibt.

Bitte beschreibe mal, wie du vorgehst, wenn du ein neues Kunstwerk beginnst.

Spontaneität, Experimentierfreude und Dynamik bestimmen den Malprozess meiner abstrakten Mischtechniken. Die verschiedenen Farbschichtungen werden in großen Flächen aufgetragen, Schicht für Schicht, teilweise chaotisch und vehement, um dann durch heftige Pinselstriche, Einritzungen und Spachtelschwünge eine neue Prägung zu erfahren und mit stilistischen Lineaturen begrenzt, verfeinert und vertieft zu werden.

Welche Mittel und Materialien sind für deine Kunst prägend und was schätzt du an diesen?

In der Bildserie „végé-toiles“ steht das Einarbeiten selbstgeschöpfter Collagenteile aus Naturmaterialien im Vordergrund. Die Pflanzenteile von Schilf, Palmengewebe, Piniennadeln, Lavendel und anderen Fundstücken aus meinem Gartenparadies in Südfrankreich sind Inspirationsquelle und Werkmaterial zugleich. Durch das Collagieren von Farbschichtungen aus Pigmenten, Sand, roter Erde sowie Papier- und Pflanzencollagen entstehen dreidimensionale Räume, die für eine lebendige Bildoberfläche sorgen.

Rot, Orange und Ocker sind dominant in deinen Bildern. Warme Farben, die sich nicht verstecken. Was magst du an ihnen?

Die warmen Farben von roter Erde, die gelben Ockertöne ziehen mich magisch an. Sie entsprechen meinem Naturell, meiner Liebe zur Natur. Die Natur gibt mir so viel, ist mein Vorbild, meine Inspiration.

Wann ist ein Bild fertig?

Wenn es für mich stimmig ist und ich mit dem Ergebnis zufrieden bin.

Gibt es etwas, das du durch Kunst in den Menschen bewegen willst?

Ich freue mich, wenn sich ein Dialog ergibt zwischen Werk und Betrachter. Ein Kunstwerk muss nicht verstanden, sondern gefühlt werden. Es ist mein Anliegen, beim Betrachter Gefühle und Impulse zu wecken.

Sprichst du gern mit Menschen über deine Bilder?

Das kommt auf mein Gegenüber an, die Art und Weise der Begegnung. Am liebsten spreche ich mit meinem Mann über meine Kunst. Er ist derjenige, der mich am besten versteht und kennt und auch seine ehrliche Meinung äußert.

Was macht dir am meisten Spaß an der Kunst?

Die Lust, etwas Neues zu schaffen, das Kreieren, der schöpferische Prozess, die Neugier, die damit verbunden ist und dieser Gang ins Ungewisse, das Unberechenbare, nicht wissend, wie ein Werk am Ende aussehen wird.

Und was nervt dich manchmal?

Wenn ich gefragt werde: „Wie lange brauchen Sie denn für so ein Bild?“ Oder: “Jetzt erklären Sie mir doch mal, was Sie mit dem Bild sagen möchten.“ Ich finde es nicht so gut, seine eigenen Werke erklären zu wollen. Die Gedanken oder das Thema, das bei der Entstehung eines Bildes vordergründig war, gebe ich durchaus als kleinen Anstoß zur Interpretation eines Bildes. Die stille, individuelle Wahrnehmung sollte jedoch stets im Auge des Betrachters liegen und nicht vom Künstler „zerstört“ werden.

Ein Leben ohne Kunst – wie wäre das?

Wie ein Tag ohne Sonne!

Was machst du, wenn du nicht malst?

Als leidenschaftliche Gärtnerin verbringe ich viel Zeit mit der Gestaltung und Pflege meines Gartenparadieses in Südfrankreich. Ich genieße die Zeit im Süden, zusammen mit meiner Familie und Gästen, besuche gerne Kunstausstellungen im In- und Ausland und umgebe mich gerne mit all den schönen Dingen und Genüssen des Lebens.