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Be part of the art

Astrid Bohne

Künstlerin aus Eschweiler/Aachen

Astrid Bohnes abstrakte Farbkonstellationen handeln von der Kommunikation zwischen Menschen. Nehmen die fertigen Bilder wiederum einen Dialog zum Betrachter auf, ist die Künstlerin zufrieden.

 
„Mein Bauch sagt mir: Fertig, das bin ich!“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Dirk Behlau, www.thepixeleye.com

Interview

Was ist Kunst für dich?

Aus einem sehr persönlichen Ein-Druck heraus mich aus-drücken zu können und Menschen daran teilhaben zu lassen: einen Dialog mit den Betrachtern aufzubauen ist dann perfekt.

Was wolltest du werden, als du ein Kind warst?

Erst wollte ich Säuglingskrankenschwester werden, dann Cowgirl, später Opernsängerin und dann Bildhauerin.

Wann und wie hast du die Kunst getroffen?

Gemalt habe ich als Kind schon sehr viel. Ich habe mich oft zurückgezogen und stundenlang gemalt. Mit 11 hatte ich meine ersten Ölfarben und die erste Leinwand. In der Familie gab es Künstler, die mich beeindruckten. Kreativer Ausdruck war in meinem Elternhaus präsent: Es wurde musiziert, gebastelt, gemalt … Ich sah in Südfrankreich Bilder eines jungen französischen Künstlers, ich war Mitte 20: Seine Kunstwerke trafen mich regelrecht ins Herz.

Du bist auch Architektin. Gibt es etwas, das du als Architektin gelernt hast und als Malerin anwendest?

Das Gefühl für Proportionen habe ich als Architektin gelernt, geübt, und es funktioniert intuitiv. So ist es auch in der Bildkomposition. Vor etlichen Jahren hatte ich Architekturzeichnungen noch mit Airbrush coloriert, konnte jede Farbe am Geschmack erkennen. Parallel habe ich diese Technik – nicht das Schmecken! – auch für künstlerische, eher grafische Arbeiten angewandt.

Welche Themen beschäftigen dich als Künstlerin?

Das Thema Kommunikation und die Räume, die entstehen, wenn Menschen versuchen, in den Dialog zu treten. Diese „Räume“ voller Emotionen abstrahiere ich mittels Farben und Oberflächen. Weibliche Gesichter faszinieren mich: Durch sie drücke ich Emotionen aus. Meist sind die Gesichter verschleiert, nicht ganz klar, verhangen, abgedeckt. Ich male Gefühle, die aber nicht wirklich greifbar sind. Die Frage: „Was erkenne ich beim anderen wirklich?“ ist immer präsent.

Wo arbeitest du und wie hast du dich dort eingerichtet?

Ich arbeite in meinem Zuhause, habe viel Platz und ein schönes Atelier, in dem ich mich wohlfühle und alles liegen lassen kann, wenn ich eine Pause machen muss. Vier Arbeitsplätze und ein großer Tisch können gleichzeitig bespielt werden, was sehr wichtig ist, um Arbeitsbilder und By-the-way-Bilder – die werden dann auch gut – parallel zu entwickeln. Ich gebe auch Malkurse dort, daher die Großzügigkeit.

Was brauchst du, um gut malen zu können?

Ruhe, ein Umfeld, in dem ich mich wohlfühle, also: mein Atelier.

Wie beginnst du ein neues Werk?

Oft habe ich tagelang Formen, Farben, Strukturen im Kopf, manchmal mache ich kleine Skizzen davon oder setze dies direkt um. Das Bild hat meist am Ende nichts mehr mit dem zu tun, was ich im „Kopf“ hatte, sondern fließt langsam entsprechend meiner Intuition nach den ersten Pinselstrichen dahin.

Welches sind deine größten Inspirationsquellen, was treibt dich an?

Zum einen gibt es Künstler, die mich inspirieren: Antonio Máro zum Beispiel oder Marie Madeleine Bellenger. Neulich sah ich Geneviève Asse in einem Museum … ahhh, so gut, dann könnte ich DIREKT wieder loslegen. Natürlich inspiriert mich immer der Besuch von Ausstellungen oder Museen. Mich treibt insbesondere an, dass ich mich über das Malen ausdrücken kann, was Musiker vielleicht über die Töne machen und Poeten durch ihre Texte. Mein Kopf wird leer, endlich hört das Denken auf!

Viele deiner Bilder auf ARTvergnuegen bestechen durch ein kraftvolles Blau oder Rot. Was schätzt du an diesen beiden Farben besonders?

Das Mystische, Nicht-Fassbare des Blaus fasziniert mich. Es ist die Farbe, mit der ich im Ein-Klang stehe. Das sind wir. Immer wieder empfinde ich die Leichtigkeit, wenn wir uns begegnen.

Rot, die erdige, feurig-warme Farbe liefert mir den Ausgleich und bringt die Bodenhaftung, pulsiert das Leben in die Bilder hinein, sonst würden sie vielleicht entschwinden in die Tiefe oder Höhe?

Wann ist ein Bild fertig?

Das ist sehr unterschiedlich: manchmal im ersten Durchgang, oft wenn zuvor ein anderes „Arbeitsbild“, an dem ich lange gesessen habe, entstanden ist und ich den Kopf ausschalten konnte auf dem Weg. Manchmal dauert es aber Wochen und Monate, wird immer wieder neu übermalt, bis ich es abschließen kann. Mein Bauch sagt mir: Fertig, das bin ich!

Was macht dir am Malen am meisten Freude?

Malen ist wie Meditation. Ich konzentriere mich nur auf Formen und Farben. Alle anderen Gedanken verschwinden. Dann habe ich kein Gefühl mehr für die Zeit. Auch Hunger stellt sich nicht mehr ein! Ich brauche nur grünen Tee… kannenweise.

Und was nervt dich manchmal?

Wie auch in anderen Bereichen: Unterbrechung!

Wie überwindest du kreative Flauten?

Das Umfeld aufräumen: Platz schaffen zur Entfaltung und dann: Einfach anfangen. Arbeitsbilder machen. Am besten auf Papier, ein Verbrauchsmaterial, das auch Fehler zulässt und weggeworfen werden kann.

Tauschst du dich mit anderen über deine Werke aus?

Ich gehöre einer Künstlergruppe an, die sich regelmäßig trifft. Natürlich sprechen wir auch über aktuelle Werke. Das ist stets sehr ergiebig.

Tauschst du dich mit anderen über deine Werke aus?

Ich gehöre einer Künstlergruppe an, die sich regelmäßig trifft. Natürlich sprechen wir auch über aktuelle Werke. Das ist stets sehr ergiebig.

Wie reagieren die Menschen auf deine Kunst?

Das müsste man die Menschen fragen! Aber ich versuche es mal: Das Schönste sind Sätze meiner Tochter wie: „Das wird gut!“ oder „Bitte nicht übermalen“. Das eine motiviert mich, weiterzumalen, das andere, noch besser zu werden, und doch zu übermalen. Sicherlich gibt es Menschen, die mit meinen Bildern oder den Themen, die sie behandeln, nichts anfangen können … Aber es gibt eine „Fan-Gemeinde“ und das reicht.

Bitte verrate uns einen künstlerischen Traum, dessen Erfüllung du dir wünschst.

Ein großes Bild malen: mindestens 3 x 4 Meter … Ahhhhh!

Was machst du, wenn du nicht malst?

Ich arbeite als Architektin, verbringe viel Zeit mit meinen Liebsten: meinem Partner, meiner Tochter, meinen Freunden. Auch biete ich Workshops zum Thema „Intuitives Malen“ an, bereite ein neues NLP-Seminar vor oder treffe mich mit Künstlerkollegen. Außerdem bin ich mit meinem Hund viel im Wald. Oft werde ich gefragt: Wann malst du eigentlich? Immer?