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Be part of the art

Nils Heberle

Künstler aus Hildesheim, Deutschland

Nils Heberle malt seine phantastischen Werke am liebsten in der Nacht. Seine Bilder polarisieren, die Menschen lächeln oder zeigen Unverständnis, so erzählt es der Künstler. „Es geht mir um Mitgefühl, Verletzlichkeit“, sagt er. „Meine Bilder sind nicht belanglos, das finde ich schön, zu sehen.“

 
„Gruseln soll sich keiner.“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Anna Ulrich, Hildesheim

Interview

Warum malst du?

Warum ist eine gute Frage. Ich male aus Lust am Malen, weil es mich erfüllt, herausfordert, aus Spaß an der Freiheit.

Die Malerei und du – wie habt ihr euch getroffen?

Ich habe immer gern gekritzelt, sehr viel in der Schule, im Unterricht. Als mein Sohn klein war, haben wir viel zusammen gemalt. Da habe ich angefangen, Leinwände zu bemalen, und ich habe damit nicht wieder aufgehört.

Wie hat sich deine Malerei entwickelt?

Im Grunde male ich wie am Anfang, thematisch auf jeden Fall. Die Bilder sind heute ausgereifter. Ich probiere viel aus, spontan, aus dem Moment. Einige Techniken bleiben, andere gehen, neue entstehen.

Was macht die Kunst mit dir?

Sie schenkt mir Freiheit ... Sie erfüllt mich, lässt mich ganz bei mir sein.

Du malst – unter anderem – Monster und Szenen, die Alpträumen entsprungen scheinen. Willst du uns das Gruseln lehren?

Es gibt nicht nur das Schöne auf dieser Welt. Ich male Gefühle. Gruseln soll sich keiner. Es geht vielmehr um Mitgefühl, um Verletzlichkeit. Meine Monster haben eine kindliche Komponente, die ja auch witzig und niedlich ist. Im Grunde sollen die Bilder einfach Bilder sein.

Gibt es grundsätzlich etwas, das du durch Kunst in den Menschen bewegen willst?

Ja und nein, jeder Mensch hat einen eigenen Blick auf die Kunst und sieht die Kunst aus seiner eigenen Perspektive.

Bitte erzähle uns etwas über die Entstehung deiner Motive.

Die Bilder entstehen im Malprozess durch das Ausprobieren, Auslassen, Übermalen, durch das Spielen mit Technik und Material.

Wie reagieren die Menschen auf deine Bilder?

Unterschiedlich. Was ich auf Ausstellungen beobachte, ist, dass meine Bilder fast immer eine Reaktion hervorrufen. Die Leute bleiben stehen, lächeln und machen Fotos. Die Bilder polarisieren – entweder gefallen sie oder sie treffen auf Unverständnis.

Was bedeutet dir die Reaktion der Betrachter?

Ich finde es schön zu sehen, dass meine Bilder den Betrachter anregen, dass sie anecken, halt nicht belanglos oder egal sind.

An welchem Ort arbeitest du und wie hast du dich dort eingerichtet?

Im Atelier. Ich habe eine kleine Haushälfte in einem Hinterhaus gemietet. Fachwerk. Ich sammele viel Kram: Holz, Schrott, Knochen u.s.w. Das lagere ich in einem Raum mit Werkbank und auf einem Dachboden. In einem Nebenraum habe ich einen Schreibtisch, Kamin und eine Wand zum Malen.

Zu welcher Tageszeit kannst du am besten malen?

Eigentlich zu jeder Zeit, aber am liebsten in der Nacht bzw. sehr früh am Morgen, wenn die Stadt noch schläft.

Was brauchst du außerdem, um gut arbeiten zu können?

Musik, Nikotin und warm sollte es sein – mindestens 20° C.

Was macht dir am meisten Freude an der Kunst?

Am liebsten lasse ich mich in ihr fallen.

Und was nervt manchmal?

Fragen über meine Bilder.

Hast du ein Lieblingswerk?

Jean-Michel Basquiat – „Riding with Death“.

Was machst du, wenn du nicht malst?

Ich habe Kind, Frau und Hund und gehe gerne auf Ausstellungen, Konzerte und ins Theater. Ansonsten arbeite ich an Plastiken, Assemblagen, Collagen und für mein Grundeinkommen als Küster in einer Kirchengemeinde.