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Be part of the art

Edith Steiner

Malerin aus München

Die Münchnerin Edith Steiner variiert in ihren Arbeiten zwischen abstrakter und figürlicher Darstellung. Sie arbeitet immer intuitiv. Wir sprachen mit ihr über ihren Werdegang, künstlerische Vorbilder und ihre Liebe zur Kunst.

 
„Viele meiner Bilder sind poetisch, erzählen Geschichten. Es gibt immer Raum für Interpretation.“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Miu Reck, www.miureck.com

Interview

Edith, du lebst in München. Hast du schon immer hier gewohnt oder was hat dich nach München verschlagen?

Mein Beruf als Einrichtungsberaterin hat mich vor inzwischen über 25 Jahren nach München gebracht. Ich fühle mich hier sehr wohl. Ich liebe es in der Stadt mit meinem Fahrrad herumzukommen und gleichzeitig schnell im Grünen zu sein.

Wusstest du schon immer, dass Kunst einen großen Faktor in deinem Leben ausmachen wird?

Kunst hat mich fasziniert bevor ich wusste was Kunst ist. Wirklich geliebt habe ich schon immer Farben: Mein Vater war Dekorationsmaler und ich fand es als Kind herrlich wie er Räume verändern konnte. Später als Jugendliche habe ich Malerei und Fotografie entdeckt. Im Gymnasium hatte ich Kunst als Leistungskurs (Abiturfach). Danach fotografierte, zeichnete oder malte ich immer wieder.

Erzähle mal ein bisschen von deinem Werdegang, wie du zur Kunst gekommen bist.

Richtig losgelegt habe ich ja erst mit ca. 40 Jahren. Erst da hatte ich die innere und auch äußere Freiheit zu malen, spürte ich das klare Bedürfnis mich malerisch auszudrücken. Ich belegte Kurse in Zeichnung und abstrakter Malerei und fand einen echten Zugang zu meiner eigenen schöpferischen Kreativität.

Gibt es ein Erlebnis oder einen Moment in deiner bisherigen künstlerischen Laufbahn, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Mehrere. Meine erste Ausstellung, die auch eine Art „Coming out“ war. Mein erstes verkauftes Bild, das mir zeigte, dass es „ernst“ wird. Dann die besonderen Gespräche zu meinen Bildern. Und immer wieder das Malen selbst, das Ganz-bei-mir-sein.

Beschreibe deinen Stil in wenigen Worten.

Schwungvoll, dynamisch und intuitiv. Farben und Struktur sind elementar. Es gibt immer Raum für Interpretation. Ich variiere zwischen abstrakter und figürlicher Darstellung. Viele meiner Bilder sind poetisch, erzählen Geschichten. Beschreibt das meinen Stil? Ich denke, meine Bilder sprechen für sich selbst besser, als ich es kann.

Woher kommt die Inspiration für deine Bilder?

Aus Erlebnissen und Begegnungen. Aus meinem Gefühl und dem, was ich höre und sehe. Ich bin ein Resonanzkörper, aus dem Farben und Formen fließen.

Hast du künstlerische Vorbilder, die deine Arbeit beeinflussen?

Ich lebe in der Nähe des „blauen Landes“, dem Zuhause des „Blauen Reiters“: Paul Klee, Kandinsky, Franz Marc, Gabriele Münter gehörten zu dieser Gruppe. Ihre expressionistischen Werke im Münchner Lenbachhaus, ihre Kraft und Lebendigkeit überzeugen mich immer wieder – genauso wie Bilder von Mark Rothko. Caspar David Friedrich und Marc Chagall inspirieren mich mit ihrer Poesie und Tiefe.

Liegt die Kreativität bei dir in der Familie?

Ja, es wird und wurde aber kein großes Aufheben darum gemacht. Meine Mutter kann gut zeichnen, hat das allerdings nie vertieft. Mein Vater gestaltete als Dekorationsmaler Decken mit Stuck und Gemälden. Für ihn war das ganz normal und einfach ein Beruf.

Wie kann ich mir deinen Arbeitsprozess vorstellen und welche Techniken setzt du ein?

Manchmal starte ich mit dem Auftragen von Spachtelmasse auf die Leinwand, lasse sie leicht trocknen und ritze direkt eine „Zeichnung“ hinein. Gehe anschließend wiederholt mit dem Pinsel darüber. Dann wieder gehe ich mit alten Musterrollen mit Motiven wie Rosenblättern oder geschwungenen Linien über die Leinwand. Die Rollen stammen aus den 50er Jahren, ihre Verwendung ist eine Hommage an meinen Vater, der damit arbeitete. Oft lasse ich ein begonnenes Gemälde erst mal ruhen und entscheide dann spontan, wie es weitergeht. Mit einer Kohlezeichnung? Einer Collage? Mit einer Schicht, die ich mit Spachtel auftrage und dann zum Teil wieder ablöse? Ich arbeite intuitiv.

In welchem Gemütszustand bist du am kreativsten?

Wenn ich ausgeglichen bin und Ruhe habe.

Hast du eine Vorliebe für gewisse Formate oder Farben?

Ich variiere gerne. Mal entsteht eine 5er Serie mit kleinen Quadraten, dann wieder ein Querformat mit 150 cm Breite. Die verschiedenen Abstufungen von Blau mag ich schon sehr ...

Gibt es ein Werk, auf das du besonders stolz bist?

Eigentlich nicht. Aber es macht mir große Freude, wenn ich andere Menschen mit meinen Bildern erreiche.

Was möchtest du durch deine Malerei bei den Menschen auslösen?

Sie zum Staunen bringen und innerlich berühren. Sie inspirieren und ihnen Raum geben für Interpretation. Sie eintauchen lassen ...

Was gibt dir die Kunst? Was bedeutet sie für dich?

Ich sammle mich im Malen – und gleichzeitig drücke ich mich über das Malen aus. Kunst ist für mich eine Ausdrucksform über das Benennbare hinaus. Ich kommuniziere auf einer anderen Ebene – mit mir und mit anderen.

Was tust du, wenn du keine Kunst machst?

Ich berate Selbstständige. Selbstständigkeit begreife ich dabei ganzheitlich, „ständig selbst sein“ als Lebensaufgabe. Gerade Freiberufler und Unternehmer sind gefordert, das eigene Tun immer wieder neu zu gestalten. Ich unterstütze sie dabei – von der Entwicklung der eigenen Dienstleistung bis hin zum Internetauftritt. Wenn ich nicht arbeite, genieße ich Natur und Kultur – am liebsten mit meinem Mann, Freunden und Familie.

Wo siehst du dich in 5 Jahren?

Ich verfolge meinen eingeschlagenen Weg weiter, verfeinere meinen Stil und meine Technik. Das, was ich jetzt tue, wird Früchte tragen. Ich sehe mich in einem großen hellen Atelier, in dem ich auch ganz große Formate malen werde.