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Be part of the art

Gönül Pasinli

Malerin aus Freiburg

Die Freiburger Malerin Gönül Pasinli liebt ungeschliffene Mimiken und Farben. Sie beschreibt ihren Stil als expressiv, farbig, melancholisch und nachdenklich. Wir sprachen mit ihr über die Reaktionen auf ihre Bilder, ihre Faszination für Gesichter und ihr liebstes Arbeitsmaterial.

 
„Farben sind wie Schlüssel zur Seele.“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Anna & Alfred Fotografie, www.annaundalfred.de

Interview

Du hast an der FH für Grafik-Design und Bildende Künste in Freiburg studiert. Wie hat dein Studium deinen jetzigen Stil beeinflusst?

Während der Studienzeit lernte ich, Regeln zu folgen und zu durchbrechen. Ich konnte „frei“ arbeiten und dadurch kreativer und losgelöster von allem sein.

Erzähl uns etwas über die MalMeister, die du gegründet hast. Was steckt dahinter?

MalMeister bietet MalSessions an, um jung und alt, Freunde, Familie und Kollegen in entspannter und geselliger Atmosphäre zusammenzubringen. Gemeinsam werden Bilder alter Meister, wie die „Sonnenblumen“ von van Gogh oder die „Seerosen“ von Monet, Schritt für Schritt nachgemalt. Jeder kann somit sein eigenes Original malen. Dabei steht immer der Spaß am Malen und das eigene Ausprobieren an erster Stelle.

Gibt es ein Erlebnis oder einen Moment in deiner bisherigen künstlerischen Laufbahn, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ja, wie meine künstlerische Laufbahn eigentlich begann ... im Kindergarten habe ich einen Papagei gemalt und meine Kindergärtnerin fand die Ausdrucksweise mit Stift und Farben beeindruckend (schmunzelt) ... Seither begleitet mich das Malen.

Wie entstehen deine Bilder?

Ich habe eine Vorstellung bzw. eine Vorlage von einem für mich interessanten Gesicht, meistens in Schwarzweiß. Dann beginne ich den Ausdruck farbstark und expressiv umzusetzen, das gelingt mir manchmal auf Anhieb und manchmal kann ich wochenlang an einem bzw. mehreren Werken arbeiten.

Welche Reaktionen möchtest du beim Betrachter auslösen?

Meine Bilder funktionieren ganz einfach wie alle Bilder, von den Augen in den Kopf, und was dann im Kopf passiert, darauf habe ich nur bedingt Einfluss, ich will nur, dass was passiert, dass so etwas wie ein Dialog entsteht.

Beschreibe deinen Stil in wenigen Worten.

Mein Stil ist expressiv, farbig, melancholisch und nachdenklich.

Gibt es andere Künstler, die dich inspirieren?

Claude Monet, Vincent van Gogh, Andy Warhol. Der Umgang mit Licht, Schatten und Farben, Pinselstriche, Emotionen und Darstellweisen inspirieren mich.

Was ist zuerst da, die Idee oder die weiße Leinwand?

Die Idee und eine Vorstellung von einem Gesicht bzw. Ausdruck.

Du malst sehr häufig Gesichter? Warum? Was fasziniert dich an ihnen?

Ich hatte als Designerin jahrelangen Umgang mit glatten Werbegesichtern, daher interessieren mich als Malerin eben besonders die ungeschliffenen Mimiken. Diese Mimiken haben viel zu erzählen, ganz besonders die Augen. Schaue einer Person 5 Minuten lang in die Augen, das erfordert Kraft, Stärke und Selbstbewusstsein. Du verschmilzt mit dieser Person und es entsteht eine besondere Bindung und Nähe. In einem Steh-Bistro habe ich in einem kurzen Gespräch bei Kaffee und Kuchen einem fremden älteren Mann ein paar Minuten lang direkt in die Augen gesehen ... Er hatte müde und traurige Augen, mir kamen fast die Tränen, das berührt mich immer noch, wenn ich daran denke.

Dein liebstes Arbeitsmaterial in der Malerei?

Farben. Mit Farben kann man Emotionen beeinflussen. Farben sind wie Schlüssel zur Seele.

Interessiert es dich, wer deine Werke kauft und wo der Käufer es hinhängt? Bekommst du Feedback von Käufern?

Privat- wie auch Geschäftspersonen kaufen meine Bilder. Wo sie aufgehängt werden, erfahre ich eher selten.

Was bewegt dich zurzeit in deiner Arbeit am meisten? Gibt es ein Werk, auf das du besonders stolz bist?

Ich finde alle meine Werke toll, weil mich mit jedem etwas verbindet. Jedes Bild, das ich anfange und zu Ende bringe, bewegt mich und bringt mich dazu, mich auf das nächste Werk zu freuen.

Was gibt dir die Kunst? Was bedeutet sie für dich?

Kribbeln, Impulse, Emotionen. Kunst ist für mich, mutig zu sein und mich frei zu machen, loszulassen, etwas Neues zu wagen. Das ist gar nicht immer so einfach.

Womit beschäftigst du dich, wenn du keine Kunst machst?

Ich gebe am Wochenende Malkurse, unter der Woche gestalte ich noch als Designerin und vertreibe mein Buch „Spickzettel“. Ich brauche die „Abwechslung“, alles, was ich tue, inspiriert mich und bringt mich auf neue Ideen. Durch die verschiedenen kreativen Tätigkeiten baut sich in meinem Kopf ein Ideen-Netz auf, das sich jederzeit neu verknüpft.

Gibt es zukünftige Projekte, von denen du uns schon erzählen magst?

Ich plane Ausstellungen außerhalb Deutschlands und ich möchte in größeren Formaten malen.