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Be part of the art

Düsterwerk

Künstlerduo aus Bergisch Gladbach, Deutschland

Pia und Adrian sind Düsterwerk. Gemeinsam schaffen Sie Kunstwerke aus Farbe und Harz, die berührbar sind - und deren Oberflächen spannende Überraschungen bereithalten.

 
„Kunst ist schöne und befreiende Lebenszeit“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Sigrun Strangmann, www.sigrunstrangmann.com

Interview

Ihr arbeitet gemeinsam als „Düsterwerk“. Wie kamt ihr dazu, zusammen Kunst zu produzieren?

Wir haben uns im Studium kennengelernt und entdeckten schnell die vielen Gemeinsamkeiten. Kunst als Ausdruck von Kreativität und Lebensfreude war da einfach die logische Konsequenz.

Ihr arbeitet unter anderem mit Harz. Was schätzt ihr an dem Material?

Harz bietet besondere Tiefe und Glanz, den wir sehr schätzen. Darüber hinaus finden wir die Vielfältigkeit wahnsinnig spannend. Man beginnt ein neues Projekt, und auch wenn man eine grobe Vorstellung hat, wird man jedes Mal von Details und Feinheiten überrascht. Es lassen sich spannende Oberflächen gestalten, fließend und glatt, oder auch mit Struktur. Die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt.

Wie würdet ihr das Unverwechselbare eurer Kunst in wenigen Worten beschreiben?

Hoher Wiedererkennungswert durch Kunst mit Charakter.

Wie arbeitet ihr zusammen an einem Kunstwerk? Bitte beschreibt einmal den Prozess.

Zuallererst überlegen wir, auf welche Farben wir gerade Lust haben und welches Gefühl wir übermitteln wollen. Dann lassen wir es einfach passieren und der Kunst den Freiraum, den sie braucht. Ein Werk entsteht in vielen Schritten und über mehrere Tage, manchmal sogar Wochen. Gut Ding will Weile haben.

Wie sieht es mit der Inspiration und der Idee aus? Wer von euch bringt da was ein?

Das hält sich eigentlich die Waage, wobei der weibliche Part vor allem zum Ende eines Werkes sehr besondere Ideen hat und viel zum letztendlichen Ausdruck beiträgt.

Woher kommen die Ideen?

Aus der Lust, Neues zu schaffen.

Warum nennt ihr euch Düsterwerk?

Wir haben, während wir an den ersten gemeinsamen Werken gearbeitet haben, häufig festgestellt, dass ,,noch ein bisschen Schwarz fehlt‘‘. Das hat sich dann irgendwann zu einem Witz zwischen uns entwickelt, sodass uns klar war, dass wir das in den gemeinsamen Namen einbringen müssen. So entstand Düsterwerk.

Pia, du schreibst über dich: Kunst muss für mich leidenschaftlich, wild und ,,dreckig'' sein, mit vollem Körpereinsatz. Wie erreichst du das?

Das ist für mich nicht nur eine Sache des Körpers, sondern vor allem auch des Geistes und der Einstellung. Häufig erlebt man im Alltag, dass stets nach Perfektion gestrebt wird. Ich finde, wenn man dieses Streben zu einem Zwang werden lässt, blockiert es ungemein. Wild und dreckig heißt für mich, sich frei von diesem Denken zu machen, zumindest in der Kunst – denn liegt die wahre Perfektion nicht gerade in den Dingen, an denen wir hängen bleiben, weil sie uns überraschen? Vielleicht auch, weil sie eigentlich nicht ,,ins Bild‘‘ passen?

Adrian, du bist eher der Kunsthandwerker im Team, richtig? Deine Leidenschaft gehörte schon früh dem Bogenbau. Wie wirkt das in euer Schaffen hinein?

Gar nicht.

In welcher Stimmung arbeitet ihr am besten?

Das ist ganz unterschiedlich. Aber ganz gleich wie wir beginnen, es ist immer mit Freude und Begeisterung für das, was wir machen.

Wie viel Zeit verbringt ihr mit der Kunst?

Danach kann man nicht die Uhr stellen. Wir haben schon ganze Tage und Nächte in unserem Atelier verbracht und manchmal eine ganze Woche die Tür nicht geöffnet.

Was habt ihr neben der Kunst für Leidenschaften?

Sport, lesen und kochen. Es ist uns wichtig, offen für Neues zu bleiben. Inspiration steckt meist in den kleinen, alltäglichen Dingen – man muss sie nur sehen. Außerdem haben wir in unserem Atelier stets kleine Helferlein. Die beiden Hunde sorgen jeden Tag für Freude und sind die besten Gefährten, die man sich wünschen kann. Außerdem achten sie darauf, dass wir täglich ausreichend frische Luft bekommen ;)

Ihr sagt beide, es sei wichtig, dass eure Kunst berührbar ist. Was passiert, wenn ich eure Kunst berühre?

Es öffnet sich eine neue Betrachtungsweise des Bildes. Eine neue Dimension und eine andere Art des Erlebens, was sich alleine durch Betrachten nicht erreichen lässt. Es gibt ja nicht ohne Grund mehr als nur einen Sinn.

Sind euch die Reaktionen auf eure Kunst wichtig? Und wie geht ihr damit um?

Wir freuen uns natürlich immer sehr, wenn wir mit unseren Bildern die Menschen begeistern und berühren können. Aber Kunst ist und soll auch sehr subjektiv sein. Daher ist es gar nicht schlimm und völlig normal, wenn nicht jedem unsere Kunst gefällt.

Pia, du warst schon als Kind kunstbegeistert. Erinnerst du dich an dein erstes Kunsterlebnis?

Fingermalfarbe und eine Riesensauerei. Außerdem habe ich wahnsinnig gerne Szenen aus Märchen gemalt, da konnte ich mich stundenlang mit beschäftigen, auf dem Boden in meinem Kinderzimmer, umringt von Papier und Stiften. Ich erinnere ich mich auch noch daran, dass ich meinem Kinderarzt mal ein Bild gemalt habe, ich habe da nach meinem damaligen Empfinden ewig dran gesessen. Als Dankeschön habe ich ein ganzes Set neuer Buntstifte bekommen – und das Bild hängt heute noch. Da war ich stolz wie Oskar.

Adrian, was hat dich geprägt und auf den Weg des Künstlers gebracht?

Vor allem das Handwerk und die Gabe, mit ganz einfachen Formen und Ideen eine Schönheit und Vielfalt zu schaffen, die zum Innehalten einlädt und einfach eine besondere Faszination und schlichte Schönheit ausstrahlt. Einfach einen Moment Ruhe in unserer schnelllebigen Welt zu schaffen.

Habt ihr beide mal ganz andere Berufswünsche gehabt?

Wir sehen Kunst nicht in dem Sinne als Beruf an, sondern vielmehr als schöne und befreiende Lebenszeit. Wir fänden es beide absolut schrecklich, wenn Kunst zu einer Verpflichtung werden würde. Dafür ist es einfach viel zu erfüllend und kostbar.

Habt ihr künstlerische Vorbilder?

Eigentlich ist auf eine ganz individuelle Weise jeder Künstler, Designer, Handwerker usw. Denn jeder erschafft spannende Werke und hat viele interessante Ideen und neue Sichtweisen. Darauf kommt es ja an. Offen und interessiert in alle Richtungen durch die Welt zu gehen und einander mit Respekt zu begegnen.

Gibt es zukünftige Projekte, von denen ihr uns schon erzählen mögt?

Wir wollen gerne hinsichtlich des Formats größer werden und auch mal ein Werk aus mehreren Teilen schaffen. Außerdem wollen wir noch viel mit dem Harz experimentieren und neue Techniken entwickeln.