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Be part of the art

Florian Hagen

Maler aus München, Deutschland

Florian Hagen aus München beginnt seine Gemälde mit einer Figur, um die herum er dann Bilder und Formen platziert. So entstehen surreal anmutende Szenen. „Was Komposition angeht, prallt Kritik an mir ab“, sagt der Maler, „weil ich das, was ich mache, gefühlt so machen muss!“

 
„Die Quintessenz eines Moments ist meine Inspiration.“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Miu Reck, www.miureck.com

Interview

Was ist für dich Kunst?

Verarbeitung und eine schöne Alternative zum Rest des Lebens.

Wie bist du zur Kunst gekommen?

Über meinen Urgroßvater! Er war ein zu seiner Zeit relativ bekannter Münchner Künstler. Mein Großvater hatte mir damals seine Bilder gezeigt und mich Stück für Stück dazu bewegt, auch mit der Malerei anzufangen. Er hat mir die alten Stifte meines Urgroßvaters in die Hand gedrückt und gesagt: Bua, des kannst du auch irgendwann.

Wie hat die Kunst dich verändert?

Sie hat mich empfänglicher gemacht für so einige Dinge. Und ich wusste durch sie mit mir was anzufangen. Einen inneren Frieden, wenn man so will.

Wie würdest du deine Kunst einem Kind erklären?

Das große Bunte, damit das kleine Feine zur Geltung kommt.

Manche deiner Bilder wirken durchdacht, geradezu konstruiert. Bitte beschreib einmal, wie sie entstehen.

Ich beginne immer mit der Figur in den Bildern und baue die Flächen und Linien dann der Figur entsprechend drum herum. Es geht nur auf diesem Wege, weil ich erst, wenn die Figur fertig ist, weiß, wie ich ein zu erzeugendes Gefühl dann in Szene setzen will. Die Bilder und Formen entstehen aber tatsächlich rein intuitiv.

Warum sind deine Bilder „wagemutig“?

Ein Professor für Philosophie hat meine erste Ausstellung so betitelt. Er hat Texte zu meinen Bildern geschrieben und wir haben das damals in einem Katalog festgehalten. Er meinte, meine Bilder würden ihn an Nietzsche erinnern, und da ich für diesen Vergleich damals noch sehr jung war, fand er so zu malen sehr wagemutig.

Was brauchst du, um inspiriert zu sein?

Situationen und Gefühle um mich herum! Ich versuche, gewisse Momente zu illustrieren, aber nicht wie im klassischen Sinne, sonder rein auf das Wesentliche beschränkt. Die Quintessenz eines Moments ist sozusagen meine Inspiration.

Was bewegt dich zurzeit in deiner Arbeit am meisten?

Mein Drang besser zu werden.

Hast du Vorbilder?

Francis Bacon fand ich immer stark.

Wie wichtig ist dir die Wirkung deiner Werke auf den Betrachter?

In erster Linie muss ich damit zufrieden sein, aber man freut sich schon, wenn auch andere darin sehen, was man selber versucht zu zeigen. Ich hatte mal einem Freund ein Bild gemalt von seiner Freundin, welches er ihr dann zur Hochzeit schenken wollte. Er hat mir erzählt, sie musste weinen vor Freude, als er es ihr geschenkt hat. So was ist schon unbezahlbar.

Wie gehst du mit Kritik um? Brauchst oder suchst du den Austausch mit anderen?

Im handwerklichen Bereich freu ich mich darüber. Was Komposition angeht, prallt sie an mir ab, weil ich das, was ich mache, gefühlt so machen muss!

Kannst du dich von fertigen Bildern leicht trennen?

Absolut ja.

Wie viel Zeit verbringst du mit deiner Kunst?

Ganz unterschiedlich, so viel wie möglich! Es gibt Tage, da komm ich 14 Stunden lang nicht von der Leinwand weg, und an anderen, da bin ich froh, wenn ich 3 Stunden konzentriert malen kann.

Was tust du, wenn du keine Kunst machst?

Musik, Sport, Freunde ... was man halt so macht.

Kannst du dir etwas anderes vorstellen, das dich ähnlich ausfüllt?

Wäre ich mit einer besseren Stimme gesegnet, wäre Musik sicher auch ein Weg gewesen, ja!

Hast du einen Wunsch oder ein Ziel, das du mit deiner Kunst erreichen möchtest?

Ich würde sagen, in einem Geschichtsbuch zu stehen wär schon was.

Wohin geht deine künstlerische Reise als Nächstes?

Ich arbeite im Moment an einem Projekt zusammen mit meinem besten Freund, der Fotograf ist. Ich denke, das wird das nächste Jahr ziemlich vereinnahmen. Danach mal sehen.