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Be part of the art

Margret Kube

Künstlerin aus München, Deutschland

Margret Kube malt frei oder vom Gegenständlichen ausgehend. Das entstehende, nicht-gegenständliche Bild beschreibt sie als das „werdende Dritte“. Die Künstlerin arbeitet fast ausschließlich mit den Grundfarben.

 
„Früher hatte ich Angst vor Farben!“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Miu Reck, www.miureck.com

Interview

Woher stammt deine Liebe für die Kunst?

Schwer zu sagen. Ich habe schon als Kind sehr gerne und viel gezeichnet, gebastelt, ich war schon immer sehr kreativ. Künstler gab es in der Familie nicht, Kreativität schon!

Kunst, was ist das eigentlich für dich?

Kunst ist ein wichtiges Lebenselixier, Kunst umgibt mich täglich, Kunst begegnet mir im Alltäglichen, es bedarf nur der Wahrnehmung. Sie ist Nahrung, sie ist Freiheit für mich. Sie ist ein Muss!

Du malst nicht gegenständlich, deine Werke tragen aber oft konkrete Namen wie „Donau ohne Staustufe“ oder „Fahren wir nach Feuerland“. Wie entstehen deine Themen?

Ich habe zwei verschiedene Herangehensweisen, einmal frei und einmal ausgehend vom Gegenständlichen. „Donau ohne Staustufe“ ist vom Gegenständlichen aus entwickelt. Ausschlaggebend war ein Zeitungsartikel über die unberührte Donau, frei, ohne Staustufe, die ganze Schönheit, und dann das politische Vorhaben, weitere Staustufen auszubauen. Das bewegt mich, das beschäftigt mich. Ich bin auch Anglerin, ich verbringe viel Zeit in der Natur, und da entsteht schon mal ein Traum, ein Sehnsuchtsort auf der Leinwand oder auch auf Papier. „Fahren wir nach Feuerland“ ist eine eher freie Arbeit, eine vage Vorlage im Kopf, nicht an Feuerland denkend, nur an eine Landschaft und auch das sehr undeutlich, Perspektiven im Kopf und die Rottöne, für mich hier Energie. Der Name ergibt sich dann aus der Farbigkeit.

Wie hat sich dein Stil entwickelt?

Lange habe ich gezeichnet, dann Papierarbeiten gemacht, Akte, Radierungen, Drucke, meist gegenständlich. Mein wichtigster Lehrmeister, Stephan Fritsch, hat dann mein Talent für Farbe und Form sehr gefördert und mir das Sehen beigebracht. Ich habe lange Zeit verschiedene Darstellungen von einem Motiv erarbeitet, Zeichnung, Acryl auf Papier, gegenständlich und frei. Wichtig ist und war mir immer, meine Handschrift zu behalten.

Welche Umgebung schaffst du dir, um gut arbeiten zu können?

Am liebsten arbeite ich allein in meinem Atelier, mit Musik, oft laut, sehr laut, nicht immer. Telefon aus! Ich zeichne aber auch gerne mal in einer Bar oder in der freien Natur.

Wie legst du los, wenn du vor einer weißen Leinwand stehst?

Wie schon gesagt habe ich zwei verschiedene Herangehensweisen, daraus entsteht dann ein Drittes. Mein Katalog heißt übrigens „Das werdende Dritte“.

Welche Rolle spielen Skizzen für den Bildaufbau?

Skizzen finde ich grundlegend wichtig, wobei ich nicht immer skizziere. In jüngster Zeit tragen Skizzen eher zur Klärung bei.

Wie lange malst du üblicherweise an einem Kunstwerk?

Da gibt es keine Regel! Es gibt die Schnellen, die guten Schnellen, und es gibt Bilder, die Monate dauern. Ich messe nicht die Zeit. Es dauert so lange, wie es dauert, ich nehme mir Zeit. „Es ist nichts schwieriger als ein guter Anfang“, das hat, glaube ich, Marlene Dumas mal gesagt und ich kann das nur bestätigen.

Kann Malen auch frustrierend sein?

Na klar, wenn ich nicht das erreiche, was mir vorschwebt, wenn ich ins Konstruieren komme und den Blick für das Ganze verloren habe. Wenn im Atelier mehrere Unfertige rumstehen und ich nicht weiterweiß!

Kannst du dich gut von Kunstwerken trennen?

Mittlerweile ja! Die Käufer wollen die besten Arbeiten, das muss einem klar sein. Da darf es keinen Trennungsschmerz geben.

Ist es dir wichtig, zu wissen, was deine Kunst in anderen für Gefühle auslöst?

Was für Gefühle, hm, jein! Dass meine Kunst Gefühle, Emotionen, Sehnsüchte, Träume etc. auslöst, ja, das ist mir wichtig und das freut mich.

Deine Bilder sind farbintensiv und kontrastreich. Bitte erzähle uns von deinem Verhältnis zu Farben.

Früher hatte ich Angst vor Farben! Möglichst alles schwarzweiß! Beim Aktzeichnen kam dann langsam die Farbe ins Spiel, später beim Studium der Expressionisten, bei der Beschäftigung mit Marc, Klee, Münter usw. Allmählich wurde die Farbigkeit intensiver, die Angst verschwand.

Gibt es eine Farbe, die du grundsätzlich nie auf der Palette hast?

Schwarz besitze ich nicht. Ich arbeite fast ausschließlich mit den Grundfarben! Grün, Brauntöne, Dunkel werden gemischt, oftmals auch auf der Leinwand.

An welches Erlebnis mit deiner Kunst denkst du gern zurück?

Als Stephan Fritsch zu mir sagte: „Denk nicht so viel, mach einfach!“ Das hat mich zunächst fast umgehauen, aber letztlich sehr viel weiter gebracht. Nicht mehr brav zu sein, eher ungezwungen und frech, unbedarft ohne Kalkül, loszulassen, mal zu zerstören, mal draufzuhauen, wie im richtigen Leben halt.

Dein größtes Kunstwerk hier bei ARTvergnuegen ist im Moment 1.200 x 800 mm. Kannst du dir auch vorstellen, die ganz großen Leinwände zu bemalen?

Ja, durchaus, das würde schon Spaß machen und wäre eine Herausforderung. Meine größten Leinwände sind bisher 1.400 x 1.100 mm. Aber leider oder „Gott sei Dank“ bin ich Realist!

Wohin geht deine künstlerische Reise als Nächstes?

Wohin mich meine Kunst treiben wird, das kann ich nicht vorhersagen. Ich weiß nicht, was entstehen wird, ich hoffe, dass meine Spontanität erhalten bleibt. Seit Oktober 2016 bin ich Fachbeirätin in der GEDOK München, das ist anstrengend und arbeitsintensiv. Wohin es mich örtlich treiben wird, das weiß ich schon! Spannend wird sicher wieder Island und für 2018 ein Projekt in den Niederlanden.