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Be part of the art

Tina Straub

Künstlerin aus Niederntudorf, Deutschland

Tina Straub hatte, wenn man so will, eine Eingebung. Ein Traum brachte sie zur Mosaikkunst. „Es gefällt mir, dass ich aus alten oder kaputten Sachen etwas Neues und Einzigartiges erschaffen kann“, sagt die Künstlerin.

 
„Kunst ermöglicht, Menschen in den Tiefen ihrer Herzen zu berühren.“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Sigrun Strangmann, www.sigrunstrangmann.com

Interview

Was ist Kunst für dich?

Kunst ist für mich eine Kraft, die es ermöglicht, Menschen in den Tiefen ihrer Herzen zu berühren und sie zu verzaubern, zu verwandeln.

Warst du schon als Kind künstlerisch begabt?

Ich habe als kleines Kind schon Kleider für meine Puppen genäht, als Schülerin die ersten Oberteile und während des Studiums dann ganze Outfits. Das hat mir immer viel Spaß gemacht.

Wie kamst du zur Kunst?

Verrückte Geschichte. Ich bin nachts aufgewacht und hatte das Wort „Mosaik“ vor Augen. Keine Bilder, sondern nur die einzelnen Buchstaben. Das hat mich selber gewundert, weil ich bis zu dem Zeitpunkt kein einziges Mosaik bewusst wahrgenommen habe. Ich war hellwach und habe mich sofort an meinen PC gesetzt und „Mosaik“ gegooglet, bis es hell wurde. Die zeitgenössische Mosaikkunst hat mich sofort fasziniert. Am frühen Morgen fuhr ich in eine Glaserei und besorgte mir eine Kiste mit Glasbruch. Anschließend machte ich mich auf den Weg in einen Fachmarkt und ließ mich beraten, was ich an Material und Werkzeug brauchte. Als an diesem Tag mein erstes Mosaik entstand, wusste ich, dass ich nie mehr etwas anderes machen möchte.

Deine Bilder hier auf ARTvergnuegen sind allesamt Mosaike. Was fasziniert dich an dieser Technik?

Mosaikkunst bietet unzählige Möglichkeiten: Farbe, Form, Material, Technik. Es gefällt mir, dass ich aus alten oder kaputten Sachen etwas Neues und Einzigartiges erschaffen kann. Die Mosaikkunst ist so facettenreich wie kaum eine andere Kunstform.

Malst oder zeichnest du auch oder arbeitest auf andere Art künstlerisch?

Ich habe immer sehr gerne geschrieben. Aber da hat mir das Arbeiten mit den Händen, das Fühlen, das Anfassen gefehlt.

Wie entsteht ein Mosaik-Kunstwerk bei dir? Bitte beschreibe einmal die Arbeit.

Meistens habe ich plötzlich ein Bild, eine Farbe oder ein Muster vor Augen. Manchmal nur einen kleinen Ausschnitt von einem Bild. Wenn ich zu Hause bin, gehe ich dann oft direkt in mein Atelier und beginne mit einem Stein oder einem kleinen Teilchen von irgendetwas. Der Rest ergibt sich dann von selbst. Wenn ich nicht zu Hause bin, gibt es ein kleines Skizzenbuch, das ich immer bei mir habe. Darin halte ich dann Farbe, Form oder was auch immer ich gerade vor Augen habe fest.

Woher nimmst du die Motive?

Sie fliegen mir auf irgendeine Art und Weise zu.

Hast du Vorbilder?

Richtige Vorbilder habe ich nie gehabt. Aber schon in der ersten Nacht, als ich Mosaik gegooglet habe, hat mich eine englische Mosaikkünstlerin auf Anhieb fasziniert: Cleo Mussi.

Wie lange arbeitest du an einem Bild?

Das ist ganz unterschiedlich. Es kann eine Woche sein, auch zwei oder länger. Manchmal auch nur ein Tag. Das hängt von der Größe, dem Material und der Legetechnik ab.

Mit welchen Materialien arbeitest du am liebsten?

Das ist unterschiedlich. Im Moment fasziniert mich immer noch am meisten das englische Geschirr. Aber auch die venezianischen Smalten üben eine große Faszination auf mich aus. Meistens mixe ich die Materialien. Glas, Keramik, Porzellan, Holz, Metall.

Aus welchem Material würdest du gern mal ein Mosaik erschaffen, hast dich aber noch nicht getraut?

Ich habe da etwas im Kopf, experimentiere schon seit einiger Zeit damit, es ist aber noch nicht ausgereift.

Fällt es dir leicht, dich von deiner Arbeit zu trennen?

Ja. Inzwischen weiß ich, dass ich immer wieder neue Sachen machen werde. Ich freue mich, wenn ich mit meinen Arbeiten die Menschen berühren kann.

An welche Reaktion auf deine Kunst erinnerst du dich besonders gern?

Eine Freundin stand vor einem Bild aus der Serie „Greif nach den Sternen“. Ich konnte beobachten, wie sich ihr Gesichtsausdruck veränderte, ihre Augen zu leuchten begannen. Ihr Sohn wurde kurze Zeit später 18 Jahre alt. Es war mein erstes Bild aus der Serie und sie wollte es ihm für seinen neuen Lebensweg mitgeben. Ein Symbol dafür, die vielen Möglichkeiten zu ergreifen, die uns das Leben bietet.

Was machst du, wenn du keine Kunst machst?

Dann genieße ich mein Leben mit meiner Familie und mit meinen Freunden.

Hast du künstlerische Pläne für die Zukunft, die du uns verraten möchtest?

Ich arbeite gerade an meiner nächsten Serie. Lasst euch überraschen!