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Willi Lemke

Maler aus Würselen, Deutschland

Willi Lemke, Künstler, Pädagoge und Musiker aus der Aachener Region konzentriert sich zurzeit auf das Malen prominenter Musiker nach Fotovorlage. Dabei interessiert ihn insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Musik und Malerei: „Farbklänge spiegeln Klangfarben wider. Akustisch wahrgenommene musikalische Erinnerungen werden durch die Porträts optisch ausgelöst.“

 
„Ich schaffe alles, was ich will, außer ein zufriedenstellendes Porträt meiner Frau zu malen“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Mathias Dorner-Müller, www.dorner-mueller.com

Interview

Wie hast du zur Kunst gefunden? Oder hat sie dich gefunden?

In jungen Jahren habe ich schon die Kunst gefunden.

Wo und von wem hast du am meisten gelernt?

Immer habe ich schon gerne gemalt und experimentiert. Professor Bandau hat während meines Kunststudiums in Aachen meine Experimentierfreudigkeit gefördert und vertieft.

Wie würdest du dein künstlerisches Schaffen einem Kind erklären?

Da ich auch Pädagogik studiert habe, kann ich entsprechend dem Alter des Kindes meine Kunst erklären.

Du bist sehr vielseitig, malst mit den verschiedensten Materialien, erschaffst Plastiken, Skulpturen, Collagen, hattest schon sehr unterschiedliche Werkphasen. Wo befindest du dich heute?

Neben meinen Metallplastiken sind die „prominenten Musiker“ das aktuelle Thema.

Was kommt als Nächstes?

Bin selbst gespannt, welche Phase sich entwickelt. Zurzeit bin ich noch voll mit „meinen“ Musikern beschäftigt.

Was reizt dich besonders, was du bisher nicht geschafft hast?

Gar nichts, ich schaffe alles, was ich will, außer ein Porträt meiner Frau zu malen. Das ist mir bisher noch nie zufriedenstellend gelungen.

Bei ARTvergnuegen bietest du Bilder von prominenten Musikern an. Bitte erzähle uns, wie diese Reihe entstanden ist.

Da ich selbst Musiker bin, war dieses Thema längst überfällig. Die beiden Künste Malerei und Musik stehen in Beziehung zueinander, denn Farbklänge spiegeln Klangfarben wider. Akustisch wahrgenommene musikalische Erinnerungen werden durch die Porträts optisch ausgelöst.

Im Gegensatz zur Musik erfolgt die Wahrnehmung eines Bildes über den Sehsinn, nicht über die Ohren. Während sich die Musik aus einzelnen Ereignissen zusammensetzt und im Laufe der Zeit ein Ganzes bildet, ist die Gesamtheit eines Bildes sofort präsent.

Wie entstehen die Bilder technisch? Bitte beschreibe den Prozess.

Wie Porträts, nur, dass ich kein lebendiges Modell zur Verfügung habe, sondern nur eine Fotografie.

Welche Musiker schaffen es in deine Auswahl und warum?

Begonnen habe ich mit meinen Lieblingsmusikern der 60er und 70er Jahre. Die Musik der Interpreten bestimmt meine Auswahl. Natürlich durfte ich die Klassiker nicht vergessen.

Welche Musik hörst du selbst am liebsten?

Natürlich die der gemalten Musiker, wobei die aktuelle Musikszene immer wieder neue Versuchungen hervorruft und neue Anreize zum Malen aussendet.

Auch beim Malen?

Ja!

Welche Umgebung brauchst du, um gut malen zu können?

Die Nähe meiner Frau. Mein Atelier, Ruhe und nach hinten raus viel Zeit.

Suchst du den Austausch mit anderen Menschen über deine Kunst?

Zuerst muss ein Kunstwerk durch die Zensur – meine Frau –, hierbei entstehen immer interessante Gespräche. Ja, klar sind Gespräche mit anderen Menschen sehr wichtig. Jeder, der sich in Ausstellungen für meine Werke interessiert, kann mit mir reden, Bilder auswählen, probehängen.

Wie wichtig ist dir, was deine Kunst in anderen auslöst?

Das Porträt eines Musikers kann Gefühle wie Freude, Trauer, Einsamkeit etc. auslösen. Das Betrachten eines Musikerporträts und die damit entstehenden Erinnerungen und Empfindungen an die jeweilige Musik des Prominenten verschmelzen zu einem Ganzen. Die teilweise irritierenden Farben, die ich im Bild einsetze, unterstreichen die Komplexität der Eindrücke, die beim Betrachten entstehen oder entstehen sollen. Gespräche mit Menschen über meine Bilder führe ich nicht nur in Ausstellungen, sondern auch zu Hause, wenn Interessierte zu mir kommen, Bilder auswählen und zur Probehängung im eigenen Heim mitnehmen dürfen.

Kannst du dich gut von deinen Bildern und Objekten trennen?

Ja.

Hast du Lieblingswerke, die du nie und nimmer verkaufen würdest?

Nein, ich nicht, aber meine Frau.

Was machst du, wenn du keine Kunst machst?

Dann bin ich entweder schon in der Urne, wenn nicht, beschäftige ich mich mit meinen Enkelkindern, musiziere, erlebe die Natur und gestalte Freiräume gemeinsam mit meiner Frau.

Was war dein schönstes Erlebnis mit deiner Kunst?

Ein gab ein tolles Erlebnis während einer Ausstellung in Eschweiler bei Aachen in einem Zisterzienserinnenkloster, jedoch will ich das nicht verraten.