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Be part of the art

Ekaterini Paschalidou

Malerin aus Landsberg am Lech, Deutschland

Ekaterini Paschalidou malt schöne Frauen in Pastelltönen. Ihre Inspirationen gewinnt sie aus alten Vogue-Zeitschriften, in denen Sie Bilder findet, deren Ästhetik sie ansprechen. Sie malt jedoch nicht ab, sondern wandelt die Person im Malprozess und gibt ihr nach dessen Vollendung einen neuen Namen.

 
„Für mich ist Kunst ein Gefühl.“

Impressionen

Interview

Die Malerei und du – wie habt ihr Euch getroffen?

Wir haben uns schon ganz früh getroffen. Ich habe mich als vierjährige in dem „Tselementes“ meiner Mutter, der Bibel aller griechischen Kochbücher vergriffen. Darin waren diese typisch schwarz-weiß Illustrationen wie aus den 60ern. Ich war von den schicken am Herd stehenden Frauen fasziniert aber es fehlte ein bisschen Farbe. Also bekamen alle rote Fingernägel und rote Lippen. Das hat so einen Spaß gemacht. Ich habe dann viele weitere Bücher, Türen und Wände verunstaltet. Erst als ich begann neidisch auf die Malküste anderer zu werden, da wusste ich dass ich tatsächlich eine Neigung zur Malerei habe. Mit 16 habe ich dann angefangen mit Öl zu malen.

Wie hat sich deine Kunst entwickelt?

Das ist eine schwierige Frage. Ich habe anfangs viel gezeichnet und geübt. Immer Gesichter, Körper, Blätter, Tiere. Jedes Mal, wenn es einen zeitlichen Bruch in der Malerei gibt, muss ich mich wieder hineinfinden. Da merke ich, das ich da raus bin. Ich würde aber nicht sagen dass das „Nichtmalen“ keine Entwicklung mit sich bringt. Alles was man erlebt, fließt in einer gewissen Form in die Kunst mit ein. Ich kann es selber aber schwer beurteilen, wie sich meine Kunst entwickelt hat.

Woran erkennt man deine Bilder?

Hmmm...schwierig, aber wenn Sie Frauen in pastelltürkisen Tönen sehen, dann könnten sie von mir sein.

Deine Bilder zeigen junge, schöne Frauen in Pastelltönen. Sie tragen Namen wie Eve, Claire oder Hermine. Wer sind diese Frauen, die du malst?

Es sind meine Interpretationen von wirklichen Fotomodels. Wobei ich sie so male, dass man sie nicht wiedererkennt. Denn es geht mir nicht um die Models an sich. Sie dienen nur als Inspiration. Ich mag das Ästhetische. Nach der Schule wollte ich Modedesignerin werden. Ich war auf einer Modefachschule in Utrecht, darauf sollte das Designstudium folgen. Leider brach ich die Schule aus verschiedenen Gründen ab. Die folgenden 10 Jahre waren sehr schwierig für mich. Ich hatte das Bedürfnis diese Frauen zu malen um ein wenig an meine vergeudete Chance auf die Modewelt anzuknüpfen. Das mache ich dann eben durch die Malerei. Die Bilder bekommen Namen entsprechend ihrer Ausstrahlung. Mit Ausstrahlung meine ich, ob die Farben eher kalt oder warm sind, ob der Gesichtsausdruck fröhlich oder nachdenklich wirkt usw. Also ich lasse die Bilder auf mich wirken und dann vergebe ich ihnen den passenden Namen. Genauso wie man Zahlen mit Farben verbindet oder gar mit männlich oder weiblich. Ich finde nämlich, dass die 4 rot und weiblich ist. Die acht ist violet und die 5 blau. So mache ich es dann mit den Ladies.

Wo findest du sie – beziehungsweise die Inspiration zu ihnen?

Die Bilder mit den Frauen sind aus dem stundenlangen Blättern in den alten Vogue-Zeitschriften. Natürlich inspirieren mich auch andere Künstler wie Michael Carson, Mark Demsteader oder Kelly Reemtsen.

Mit welchen Mitteln malst du – und was schätzt du an ihnen?

Ich male besonders gerne mit Öl. Die Farben sind brillant, die Struktur bleibt so, wie man sie aufträgt und man kann wunderbar feine Partien ausarbeiten. Trotzdem benutze ich für Untergründe gerne auch Acrylfarben.

An welchem Ort malst du – und wie hast du dich dort eingerichtet?

Ich male in unserer Wohnküche. Was gibt es besseres als ein Atelier, wo es leckeren Kaffee gibt und bei Bedarf ein wenig mehr!

Was brauchst du noch, um gut arbeiten zu können?

Platz – und am besten niemand der zuguckt. Außerdem Tageslicht und jemanden, der nicht zuguckt, der mir jedoch die Pinsel reinigt.

Was macht dir am meisten Freude an der Kunst?

Am schönsten ist es, wenn ich mich darin vertiefen kann und meine Gedanken ausschalte. Die meisten Menschen denken viel über Kunst nach und interpretieren viel. Mich ermüdet das. Für mich ist Kunst ein Gefühl. Ein Gefühl das auch Freude bringen kann.

Und was nervt manchmal?

Es nervt mich, wenn ich zu viel nachdenke. Das blockiert mich. Außerdem nervt es, wenn ich zu faul bin, die Pinsel vernünftig zu reinigen und sie dadurch kaputt gehen.

Hast du den Wunsch, mit deiner Kunst etwas in den Menschen zu bewegen?

Mein Wunsch ist es, den Menschen ein positives Gefühl zu geben. Dann bin ich zufrieden. Ich habe oft darüber nachgedacht, ob ich über Kunst die Menschen dazu bringen kann, weniger Fleisch zu essen. Da müsste ich aber von meinem Ästhetik-Trip runter. Vielleicht krieg ich das ja mal hin. Falls jemand Ideen hat: Ich bin ganz Ohr.

Welche Rolle spielen für dich Begegnungen und Gespräche mit den Betrachtern und Käufern deiner Kunst?

Einmal sagte mir eine Käuferin, das Bild gefalle ihr, aber sie wisse nicht warum. Das war auch gut so. Es ist eben ein Gefühl. Das muss man nicht in ausschweifenden Gesprächen erklären. Obwohl ich auch dazu bereit wäre.

Was machst du, wenn du nicht malst?

Wenn ich nicht male, genieße ich die Zeit mit meinem kleinen Bub und meinem Mann. Wir wohnen sehr ländlich. Ich gehe morgens mit dem Kleinen spazieren und wir begrüßen alle Tiere, denen wir begegnen. Manchmal gehen wir auch in ein Museum oder auf Ausstellungen und Vernissagen. Ich versuche trotzdem, der Kunst nah zu bleiben.