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Be part of the art

Michael Gatzke

Maler aus Köln, Deutschland

Michael Gatzke beschreibt seine Landschaftsgemälde als „eine Art Krimi“. „Überall können sich Schatten und Abgründe verbergen“, sagt er, und ein scheinbares Idyll könne schnell in sein Gegenteil kippen.

 
„Man muss die Zufälle und Fehler nutzen.“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Dirk Behlau, www.dirkbehlau.de

Interview

Die Kunst und du – wie seid ihr euch begegnet?

Es ist eine alte Liebe, die bis in die Jugendzeit zurück reicht. Vor 4 Jahren entschloss ich mich ein Studium an einer Kunsthochschule aufzunehmen und die Kunst ist seither mein Lebensmittelpunkt.

Wie hat sich deine Malerei entwickelt?

Die Anfänge in Aquarell, eine kurze Episode in Öl, seit dem Studium Acryl auf Leinwand, in jüngster Zeit mit Collageelementen.

Woran erkennt man deine Bilder?

Abstrakte farbintensive narrative Bildräume mit figurativen Elementen.

Welche Themen interessieren dich als Maler?

Mir geht in erster Linie darum, für meine Geschichten eine Bühne zu finden. Es sind dabei keine wirklich realen Abbildungen von Landschaften zu sehen, stattdessen öffnen sich zwar weite Horizonte, die aber eher aus abstrakten Szenarien hervorgehen. Die wenigen dort erscheinenden Figuren wirken selbstverloren wie Schlafwandler in der Dämmerung zwischen Traum und Wirklichkeit. Dabei eher von einer fremden Macht gelenkt als selbstbestimmt handelnd. Wenn in meinen Arbeiten der Zusammenhang zwischen Mensch und Landschaft seltsam fremd vorkommt, oft gar beklemmend wirkt, ist dies durchaus gewollt. Die ein wenig als unheimlich angelegte Szenerie soll kein geborgener, sicherer Ort sein. Eher gemeint ist eine Art Landschaftsgemälde als Krimi. Überall können sich Schatten und Abgründe verbergen. Spannung, die jeden Augenblick in eine furchterregende Situation, jedenfalls in eine Welt jenseits des Idylls kippen kann.

Deine neueren Werke sind Kombinationen aus Acrylmalerei und Collage. Was magst du an dieser Arbeitsweise?

Dabei tut sich ein starker Kontrast auf, der sich rein malerisch nicht erreichen lässt. Dieser Gegensatz erzeugt eine Spannung, die ich mag.

Gibt es etwas, dass du durch die Malerei in den Menschen bewegen willst?

Es sind ja überwiegend keine politischen Bilder, die ich male. Trotzdem transportieren sie Botschaften. Es sind diese Geschichten hinter den reinen Abbildungen, die zum Nachdenken anregen sollen. Aber die Rätsel muss der Künstler nicht auflösen …

Du bist ja auch Jurist. Gibt es etwas, dass die Malerei und das Rechtswesen gemeinsam haben?

Nein. Und sollte es doch Gemeinsamkeiten geben, habe ich sie bisher nicht entdeckt.

An welchem Ort arbeitest du und wie hast du dich dort eingerichtet?

Ich arbeite überwiegend an meinem Atelierplatz in der Hochschule. Dort finde ich alles vor, was ich benötige. Gute Lichtverhältnisse, ausreichend Platz, Inspiration durch Professoren und Kommilitonen.

Was brauchst du außerdem, um gut arbeiten zu können?

Abstand vom Alltag, innere Ruhe.

Bitte beschreibe mal, wie du vorgehst, wenn du ein neues Kunstwerk beginnst.

Eine sehr grobe Bildidee habe ich im Kopf. Entscheidend ist aber stets der Malprozess. Da vollzieht sich eine Eigendynamik. Man muss die Zufälle und Fehler nutzen. Das Ergebnis überrascht mich immer.

Wie fühlt es sich an, ein fertiges Kunstwerk loszulassen?

Schwierig, aber nur für das letzte Bild. Beim vorletzten und denen davor ist es kein Problem.

Was macht dir am meisten Freude am Malen?

Leider gelingt kein Bild zu 100%. Komme ich aber in der Bereich oberhalb 80% ist das schon sehr befriedigend.

Und was nervt manchmal?

Nichts.

Was machst du, wenn du nicht malst?

Ich schaue mir gerne Ausstellungen an. Aber es ist nicht nur Kunst angesagt, auch Kochen und Reisen sind sehr angenehme Beschäftigungen.