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Katja Nordmeyer

Künstlerin aus Hamburg, Deutschland

Katja Nordmeyers große Porträts auf Aluminium-Lochblech und Leinwand sind Manifestationen ihrer Überzeugungen. „Bestimmte wichtige Werte sollte man nie aus den Augen verlieren“, sagt sie, „Respekt, Gleichheit, Multikulturalismus, Zusammengehörigkeit – ich bin überzeugt, dass die Kunst den Zugang zur Symbolisierung dieser wichtigen Werte bietet.“

 
„Respekt, Gleichheit, Multikulturalismus, Zusammengehörigkeit – für diese Werte stehen meine Kunst und ich.“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Carlos Kella, www.carloskella.de

Interview

Die Kunst und du – wie habt ihr euch kennen gelernt?

Mein Vater war Hobbymaler. Er wollte gern Kunst studieren, durfte aber nicht. Als Kind habe ich ihm immer sehr gern beim malen zugesehen. Mein schönstes Weihnachtsgeschenk war, das er mir ein Ölbild von einem „Bambi“ gemalt hat. In der Schule habe ich auch sehr viel gemalt, auch im Unterricht, zum Leid meiner Lehrer.

Wie hat sich deine Kunst entwickelt?

In meinem Studium habe ich viel Landschaften, Wasser und Blumen gemalt. Später habe ich mich für Siebdruck interessiert und diesen dann mit klassischer Malerei verbunden. In dieser Technik habe ich viel Hamburg und andere Städte gemalt. Vor ca. drei Jahren habe ich meinen Stil und meine Technik komplett verändert, weil ich etwas ganz anderes ausdrücken möchte.

Welche Themen beschäftigen dich als Künstlerin?

Die Vergänglichkeit im Leben ist für mich von besonderer Bedeutung – selbstverständlich Materialismus, viel wichtiger jedoch das Immaterielle wie Momente, Emotionen und Gefühle. Ein unbeschriebenes Blatt, das Bedeutung bekommt, ein leeres Glas, das gefüllt wird, von sauber zu dreckig, von frisch zu verfallen, neu zu zerbrochen und wieder repariert, glücklich zu traurig, entspannt zu wütend, Liebe zu Hass, jung wird alt – Das Leben definiert sich durch Übergänge und alles im Leben wird vergänglich. Ob jene Übergänge als positiv oder negativ wahrgenommen werden, liegt am Blickwinkel der Betrachtung – Relativität. Ich glaube trotz aller Relativität und allem vergänglichem Charakter des Lebens, muss das Hier und Jetzt fokussiert werden. Bestimmte wichtige Werte sollte man niemals aus den Augen verlieren. Diese Absicht verfolgt meine Kunst.

Meine neuen Werke heben die Wichtigkeit von Gleichheit und die Schönheit des Multikulturellen hervor. Aktuelle nationale und globale Geschehnisse haben einen ernsten Mangel an multikultureller Befürwortung gezeigt. Ich bin überzeugt, dass Kunst als traditionelles Medium, besonders im modernen Medien-Dschungel, den Zugang zur Symbolisierung wichtiger Werte bietet. Respekt, Gleichheit, Multikulturalismus, Zusammengehörigkeit – für diese Werte stehen meine Kunst und ich.

Was macht die Kunst mit dir?

Die Kunst gibt mir Energie, sie erfüllt mich. Ohne Malen wäre ich nicht wirklich glücklich, es würde mir etwas fehlen. Die Kunst gibt mir immer wieder neue Ausdrucksmöglichkeiten und sie inspiriert mich.

Deine Bilder auf Artvergnügen sind Portraits. Wie wählst du deine Motive aus?

Ich nutze Medien, wie das Internet oder Filmszenen. Manchmal fotografiere ich auch selbst oder es fällt mir durch Zufall ein Motiv in die Hand.

Wer sind diese Menschen und was bewegt dich, genau sie zu malen?

Manchmal sind es Menschen, die ich kenne, manchmal Unbekannte. Was mich dazu bewegt sie zu malen, ist der Ausdruck, das Gefühl, das sie darstellen oder transportieren. Die Emotionen, die durch einen Gesichtsausdruck berühren, die Geschichte, die dahinter steht.

Wie arbeitest du technisch?

Ich arbeite auf Leinwand oder auf Aluminium-Lochblech. Erst grundiere ich, dann skizziere ich mein Motiv. Danach trage ich eine spezielle Spachtelmasse auf, die nach einiger Zeit Risse bildet. Diese Risse symbolisieren für mich die Vergänglichkeit. Schicht für Schicht male ich dann auf dieser Spachtelmasse klassisch in Öl. Zusätzlich arbeite ich noch mit Lacken.

Wo malst du und wie hast du dich dort eingerichtet?

Mein Wohnzimmer ist mein Atelier, da ich sowieso jeden Tag male. Mein Esstisch ist der Mittelpunkt des Raumes. Zusätzlich habe ich noch einen Ateliertisch und natürlich viele Staffeleien.Meine Wände sind schwarz, weil meine Bilder auf dunklen Wänden, wie ich finde, am schönsten wirken.

Was brauchst du noch, um gut arbeiten zu können?

Ich brauche Ruhe und auch ab und zu ein bisschen Zeit, um neue Ideen zu entwickeln. Ich höre gern gute Musik beim Malen. Wenn ich am Tag über Stunden male, gehe ich zwischendurch gern mal joggen.

Wie wichtig ist es dir, wie Menschen auf deine Kunst reagieren?

Es ist mir schon wichtig, das sie positiv auf meine Kunst reagieren, denn das ist ja eine gute Bestätigung für mich, wenn den Menschen meine Bilder gefallen. Es ist das schönste Kompliment für mich und meinen Beruf, wenn Menschen ein Bild kaufen und sich sehr darüber freuen. Ich kann mir ja nicht alle Bilder selber an die Wand hängen. Außerdem bin ich hauptberuflich Künstlerin und lebe davon. Es wäre also ziemlich schlecht, wenn keinem meine Bilder gefallen oder sie negativ darauf reagieren.

Möchtest du mit deiner Kunst etwas bewegen?

Ja, das möchte ich auf jeden Fall! Ich möchte das meine Bilder das in den Menschen anregen, was ich ausdrücken möchte. Es wäre schön, wenn es zum Nachdenken anregt über die Themen, die mich als Künstlerin beschäftigen. Die Vergänglichkeit, die Liebe, Geborgenheit, Vertrauen und alte immer mehr verblassende Werte in unserer schnelllebigen Welt, in der hauptsächlich nur Erfolg zählt.

Kannst du dich gut von Bildern trennen?

Ja, das kann ich. Wie gesagt, es ist mein Beruf und ich verdiene mein Geld damit und außerdem freue ich mich darüber, wenn andere sich an meinen Bildern erfreuen. Manchmal habe ich es bei einigen Bildern, das ich ein bisschen wehmütig bin, wenn sie verkauft sind, aber es motiviert dann auch um so mehr, wieder neue Bilder zu kreieren.