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Be part of the art

André Lemmens

Künstler aus Kleve, Deutschland

André Lemmens ist Künstler und auch Architekt, das sieht man seinen Arbeiten an. Mit einem besonderen Blick für Räume und Bauten fängt er in seinen Bildern Situationen ein, zerlegt diese und fügt sie schließlich in fotografischer Schichtung wieder zusammen. Die Ergebnisse – ob Plexiglasarbeit oder Giglée-Print – sind bemerkenswert.

 
„Meine Bilder lösen etwas aus, ein Gefühl, eine Stimmung, man kann darin regelrecht versinken.“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Marco Wasser, www.edition-wasser.de

Interview

Die Kunst und Du – wie habt ihr Euch kennengelernt?

Ich habe mit Anfang 20 Architektur studiert in Düsseldorf Schwerpunkt Gestaltung und anderem bei Prof. Dr. Wolfgang Meisenheimer, Architekt, Künstler und Bildhauer. Während der Anfangszeit habe ich begonnen mit Malerei und Collagen.

Wie hat sich Eure Beziehung entwickelt?

Mit meinem ersten Erfolg beim Salon der Künstler im Museum Kurhaus Kleve – das war ein jurierter Wettbewerb – habe ich gespürt, das dies etwas ist, wo ich unbedingt dran weiter arbeiten musste. Gerade in den ersten 15 Jahren meines künstlerischen Schaffens habe ich sehr viel in meinem Atelier gearbeitet und im Bereich der Malerei und Collage experimentiert.

Du hast Architektur studiert. Welche Rolle spielt das für Deine Kunst?

Architektur und Kunst haben für mich einen fast gleichwertigen Stellenwert. Auch wenn ich mit der Architektur Geld verdiene ist die künstlerische Arbeit ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit. Mit der Beteiligung an Wettbewerben und Messen schaffe ich mir persönlich Raum um meine Arbeiten einem breiten Publikum zu präsentieren.

Was macht die Kunst mit Dir?

Nach den ersten 15 Jahren und der Erarbeitung einer künstlerischen Position bin ich angefangen die Fotografie mit in meinen künstlerischen Prozess zu integrieren. Schnell habe ich gespürt, dass die Mischung aus Malerei und Fotografie genau das ist, was mich persönlich interessiert und berührt. Ich suche nicht mehr nach einem bestimmten künstlerischen Weg sondern spüre seit langer Zeit, dass meine Arbeit mich als Künstler mehr als zufrieden stellt. Auch wenn es immer wieder neue Ideen und auch Experimente gibt bin ich angekommen, sowohl als Künstler wie auch als Architekt. Entscheidend ist aber das ich den künstlerischen Prozess – das Ende einer Arbeit – bestimme, während ich im Architekturprozess mich auch den Wünschen meiner Bauherren stellen muss.

Was muss ein Motiv haben, um Dich künstlerisch zu reizen?

Der Reiz liegt im Moment – Spontanität ist der Beginn jedes Arbeitsprozesses. Dabei kann es aber sein, dass bestimmte Fotografien, Serien über Jahre im Archiv sind bevor es weiter geht mit der Überarbeitung.

Hast Du die Kamera immer dabei?

Im digitalen Zeitalter ist die Kamera mein stetiger Begleiter. Da ich mich persönlich keineswegs als Fotografen bezeichnen würde, ist für mich nicht von großer Bedeutung, eine besondere Kamera zu besitzen. Ich arbeite sehr viel mit meiner Handy Kamera. Da gibt es auch sehr viele Situationen in denen ich spontan das festhalte, was für mich gerade spannend oder wichtig ist.

Deine Bilder entstehen durch fotografische Schichtung. Wie kann man sich den Arbeitsprozess vorstellen?

Die Schichtung ist quasi ein Feld aus der Malerei welches ich in meinen heutigen Arbeitsprozess integriert habe. So wie ich damals mit der Malerei und den Collagen Schichten im Bild bzw. einer Collage aufgebaut habe ist der heutige Arbeitsprozess ein ähnlicher. Bei den urbanen Arbeiten schichte ich das Abbild auf verschiedenen Plexiglas Ebenen mit Drucktechnik. Am Ende füge ich diese Ebenen zusammen – sie bestehen aus unterschiedlichen Ebenen mit farbigen und schwarzen Feldern. Zusammen und durch die Schichtung ergibt eine solche Arbeit eine Art Bildraum. Es ist aber auch die Struktur innerhalb der Arbeit – der malerische Aspekt –, der für mich extrem wichtig ist. Seit knapp drei Jahren arbeite ich zusätzlich mit Collagen die ich händisch und mit dem Kopierer erstelle, eine Art RAW Datei, manchmal auch gerade am Anfang mit der Malerei kombiniert. Aber auch die Präsentation der Arbeit als solche ist Teil des Gesamtkonzeptes – Papier, Plexiglas, Folie, viele Materialien mit jedoch unterschiedlicher Wirkung runden das Bild am Ende ab.

An welchem Ort arbeitest Du, wie hast Du Dich dort eingerichtet – und was brauchst Du außerdem, um gut arbeiten zu können?

Ich arbeite in meinem Studio, wo wir auch unsere Architekturprojekte bearbeiten, somit bin ich täglich umgeben von beiden Arbeitsfeldern. Für mich ist es wichtig einen Ort zu haben, der mich als solches schon inspiriert. Ein ruhiger, minimalistischer Raum gibt mir die Möglichkeit innovativ und kreativ zu arbeiten. Umgeben von einer wunderbaren Landschaft inmitten eines Naturschutzgebietes hat der Ort Ferienhauscharakter.

Wie gut kannst Du Dich von fertigen Werken trennen?

Die Trennung oder der Verkauf einer Arbeit hat etwas mit Anerkennung der eigenen künstlerischen Arbeit zu tun. Ich finde es sehr schön wenn eine Arbeit aus dem Atelier eine neue Heimat findet.

Möchtest Du mit deinen Bildern etwas in den Menschen bewegen?

Ich denke das man mit der Betrachtung meiner Arbeiten eintaucht in eine andere Welt, sie lösen etwas aus, ein Gefühl, eine Stimmung, man kann darin regelrecht versinken.

Was machst Du, wenn Du keine Kunst machst?

Architektur und Kunst, Bilder und Bauten begleiten meinen Alltag. Neben meiner Familie habe ich nur noch sehr wenig Zeit für andere Hobbys. Mein Fahrrad ist mir sehr, sehr wichtig. Ich fahre durch die niederrheinische Landschaft, fast täglich bin ich mit dem Rad unterwegs. Dabei spürt man gerade Landschaft noch mehr und kann Kraft tanken für neue Ideen. Mein Verein Borussia Mönchengladbach ist meine große Leidenschaft seit über 45 Jahren. Ich teile diese Leidenschaft mit meiner ganzen Familie und bin oft im Stadion. Der Borussia habe ich auch bereits einige Arbeiten gewidmet.

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