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Be part of the art

Christian Herzig

Maler aus Leipzig

Für den Leipziger Christian Herzig war mit 16 Jahren bereits klar, dass er Maler werden wollte. Seine Werke sind geprägt von der Welt und der Natur. Die Tatsache, dass sie durch den Menschen vielleicht bald ganz zerstört wird, lässt ihn nicht unberührt und diese Melancholie fließt auch in seine Werke mit ein.

 
„Für mich ist die Kunst eine Beschäftigung mit dem Schönsten und Wertvollsten, worin der Mensch lebt.“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Swantje Neubohn, www.swantjeneubohn.de

Interview

Wie war dein erster Kontakt mit der Kunst?

Ich habe mit 3 oder 4 schon angefangen zu zeichnen, wie fast alle Kinder. Das hat mich dann aber nicht mehr verlassen, ich war mit 10 Jahren im Kunstkurs, hab in meiner Freizeit als Kind immer viel gemalt. So fing es an.

Und wann genau hast du dich entschieden, dich der Kunst zu widmen?

Mit 16 Jahren habe ich mich entschieden, Maler zu werden, und mit 18 ein Studium in Halle an der Burg Giebichenstein angefangen, das aber aus persönlichen Gründen nicht beendet.

Ein paar Jahre später hast du dann aber doch noch mal studiert. Wie war die Zeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig? Hast du dort schon deinen Stil entwickelt?

Von 2002 bis 2008 habe ich an der HGB Leipzig Malerei studiert. Ich habe damals zwar sehr viel gemalt und viel ausprobiert, aber nicht viel gelernt, weil mein Geist sich nicht entwickelt oder entfaltet hat. In dieser Zeit habe ich einiges versäumt, was die wichtigen Dinge in der Malerei anbelangt. Auch das Erlernen der Grundkenntnisse der Malerei blieb mir beim Studium leider verwehrt. Ich sehe die heutige Malerei in einer Krise, weil bei aller Hingabe zu Popkultur das Handwerk verlorengeht. Wenn man die heutigen Maler mit den Künstlern beispielsweise der Renaissance vergleicht, dann versteht man ein wenig, was ich meine. In den letzten Jahren habe ich angefangen, in der Natur zu arbeiten, Landschaften zu malen. Die Gründe dafür liegen in einem universellen Ungleichgewicht des Verhältnisses des Menschen zur Natur, das sich auf mich als städtisches Individuum drängend ausgewirkt hat.

Beschreibe deinen Stil in wenigen Worten.

Einen Stil habe ich eigentlich nicht, es entwickelt sich erst alles, und verändert sich auch.

Wie baust du deine Bilder auf?

Meine Bilder entstehen relativ spontan, ich beschäftige mich aber auch mit Komposition und Bildaufbau. Ich lese Bücher über alte Meister und deren Techniken. Es gibt viele gestalterische Auffassungen in der klassischen Malerei, die mit Geometrie und Mathematik zu tun haben, was ursprünglich auch wieder auf die Architektur zurückgeht. Und da geht es wiederum um Natur und das Verbundensein mit dem Göttlichen. Die Natur ist Ausdruck des Göttlichen bei fast allen alten Kulturen, und der Goldene Schnitt ist nur ein Beispiel für die Anwendung in der Architektur und in der Malerei. Wenn die Kunst das Göttliche widerspiegeln soll, so sollten auch die göttlichen Gesetze in ihr enthalten sein.

Welches Arbeitswerkzeug ist dein liebstes?

Ich arbeite am liebsten mit Ölfarbe, male mit Temperafarben oft die Vormalung. Aber ich zeichne auch viel mit Kreide.

Wo oder wie findest du Inspiration?

Inspirierend sind gute Ausstellungen, letztes Jahr habe ich in Amsterdam das Spätwerk von Rembrandt gesehen und am nächsten Tag war ich im Van Gogh Museum, das ist die beste Inspiration.

Hast du künstlerische Vorbilder?

Rembrandt, Tizian, Velázquez, Degas, Vermeer, Monet, Van Gogh, Gauguin, also eigentlich faszinieren mich fast alle großen Maler.

Was bewegt dich zurzeit in deiner Arbeit am meisten?

Was mich zurzeit am meisten bewegt, ist der Frühling und das Licht!

Wie gehst du mit Kritik um? Brauchst oder suchst du den Austausch mit anderen?

Ich habe meine Malerfreunde, die ich ab und zu besuche. Da findet schon ein Austausch statt. Für Kritik bin ich offen, hätte mir früher beim Studium viel mehr sinnvolle Kritik gewünscht, da wäre mir vielleicht einiges erspart geblieben.

Was möchtest du durch deine Kunst bei den Menschen auslösen?

Vielleicht ein Gefühl der Demut und ein Erlebnis von göttlicher Schönheit würde man gerne auslösen wollen, das wäre schon ausreichend.

Was gibt dir die Kunst? Was bedeutet sie für dich?

Für mich ist die Kunst eine Beschäftigung mit dem Schönsten und Wertvollsten, worin der Mensch lebt. Es ist die Welt, die Natur, die der Mensch vielleicht bald ganz zerstört. Es gibt deshalb eine sehr große negative Energie, die auch mich nicht unberührt lässt. Das fließt auch in meine Arbeit mit ein.