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Andrejka Hage

Malerin aus Meerbusch, Deutschland

Andrejka Hage liebt maritime Motive. Ihr gelingt es, Wellen und Spiegelungen der Wasseroberfläche so realistisch darzustellen, dass man zunächst glaubt, vor einem Foto zu stehen. Hage mag diesen Effekt: „Am besten ist es, wenn Betrachter erst beim näheren Hinschauen die Pinselstriche erkennen und sehen, dass es doch gemalt ist“, sagt sie.

 
„Man soll die Grenzenlosigkeit des Meeres oder die Schönheit der Symmetrie der Wellen genießen können.“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Sigrun Strangmann, www.sigrunstrangmann.com

Interview

Erinnerst du dich noch an deine erste Begegnung mit Kunst?

Kunst ist Bestandteil meines Lebens solange ich denken kann: Ich bin inmitten der Kunst aufgewachsen. Meine Eltern sind bzw. waren beide Künstler, beide haben als Kunstlehrer gearbeitet, später hatten sie eine Galerie. Das Atelier meines Vaters war in unserem Haus, überall waren seine Bilder und viele Künstler gingen bei uns in der Galerie ein und aus. Kunst war für mich immer etwas ganz Selbstverständliches, weil sie immer da war.

Wasseroberflächen und Wellen sind ein wiederkehrendes Motiv in deinen Bildern. Was liebst du am Element Wasser?

Wasser ist eines der spannendsten Elemente überhaupt. Es verändert seinen Zustand, sein Aussehen, seine Form und bietet damit immer wieder neue Strukturen, Oberflächen und Perspektiven. Die größte Herausforderung für die realistische Wiedergabe stellen für mich aber die Spiegelungen dar, die – egal ob es sich um das Meer, eine Pfütze oder nur um einen Tropfen handelt – dem Wasser erst seine einzigartige Lebendigkeit vermitteln.

Verbringst du viel Zeit am Meer?

Nicht so viel, wie ich gerne würde, dazu lebe ich nicht nah genug an der Küste. Ich versuche dennoch, so oft es geht ans Meer zu fahren und genieße diese ausgesuchten Tage dann dafür umso mehr. Die Kamera darf dabei niemals fehlen. Sie hilft mir die Lichtreflexe und Spiegelungen einzufangen, die ich später zu Hause auf die Leinwand bringe.

Wie kam es zu der Schwerpunktsetzung?

Ich gehe immer von Themen aus, die mir selber gefallen, mir Spaß machen oder die ich mir für mich selbst als Bild an der Wand wünsche. Wichtig ist mir, dass dabei beim Betrachter positive Gefühle entstehen. Man soll Lust auf die Umgebung bekommen, sich gerne in die Szenerie hineinversetzen und so in Gedanken zum Beispiel die Grenzenlosigkeit des Meeres oder die Schönheit der Symmetrie der Wellen genießen können.

Wie entsteht so ein Gemälde technisch?

Wie gesagt – am Anfang steht das Foto, da ich selber immer und überall mit der Kamera unterwegs bin. Ich wähle gerne spannende An- oder Ausschnitte und zeichne das Motiv grob mit Bleistift auf der Leinwand vor. Es folgt das Malen, bevorzugt mit Öl. Da Ölfarben immer einige Zeit zum Trocknen brauchen, ist der Entstehungsprozess eines Bildes oft sehr zeitintensiv. Das führt dazu, dass ich immer an mehreren Bildern parallel arbeite.

Was macht deine Arbeit einzigartig?

Möglichst realistisch, möglichst nah am Foto zu sein. Am besten ist es, wenn Betrachter beim Anschauen meiner Bilder zunächst denken, es könne sich um ein Foto handeln und erst bei näherer Betrachtung die Pinselstriche erkennen und sehen, dass es doch gemalt ist.

Bitte erzähle einmal, wie sich dein künstlerischer Stil gefunden hat.

Ich kann das gar nicht sagen. Ich habe da auch nie speziell drüber nachgedacht, wahrscheinlich hat der Stil mich gefunden.

Hattest du Mentoren?

Ja, während meines Designstudiums waren das meine Professoren, zum großen Teil aber meine Eltern, die mein künstlerisches Tun immer unterstützt und gefördert haben.

Wie viel Zeit verbringst du heute mit der Kunst?

Kunst findet in meiner Freizeit statt. Neben Job und Familie bleibt mir davon jedoch leider nicht sehr viel. Ich versuche aber meine Freizeit so gut wie möglich für meine Malerei zu nutzen.

Welche Umgebung, welche Atmosphäre schaffst du dir, bevor du zu malen beginnst?

Wichtig ist eine gewisse Ordnung, die ich mir immer zu Beginn eines neuen Themas, das ich in Angriff nehme, schaffe. Während des Arbeitsprozesses verwandelt sich diese Ordnung dann immer mehr in ein kreatives Chaos – aber das gehört dazu. Außerdem läuft im Hintergrund immer entspannte jazzige Musik.

Wann ist ein Bild fertig?

Das ist ganz unterschiedlich: der Entstehungsprozess mancher Bilder ist sehr kurz, andere brauchen länger. Fertig ist ein Bild, wenn ich mit dem Ergebnis wirklich zufrieden bin. Wichtig ist es dann aber auch tatsächlich Schluss zu machen, denn man neigt gerne mal dazu hier oder da noch einmal anzusetzen. Und manchmal ist zu viel eben zu viel.

Wie wichtig ist dir die Wirkung deiner Werke, wenn sie dann fertig sind?

Es ist mir schon wichtig, dass meine Bilder gut ankommen und gefallen. Doch meistens bin ich gedanklich schon längst bei meinem nächsten Motiv.

Was tust du, wenn Du keine Kunst machst?

Ich verbringe meine Zeit mit der Familie, mit Freunden, im Job, beim Sport oder auf Reisen. Außerdem engagiere ich mich im sozialen Bereich.

Was war dein schönstes Erlebnis mit deiner Kunst?

Mein erstes verkauftes Bild! Denn das hat mit gezeigt, dass anderen das, was ich mache, gefällt. Und das ist doch die schönste Bestätigung für mein Tun.

Fällt es dir schwer, dich von deinen Werken zu trennen?

Nein, überhaupt nicht. Im Gegenteil: ich freue mich, wenn der neue Besitzer des Bildes sich an meinem Werk erfreut.

Wohin geht deine künstlerische Reise als Nächstes?

Ein weiteres Thema meiner Malerei sind Autos. Auch hier geht es wieder um Reflektionen und Spiegelungen in Lack und Chrom. Und um besondere Anschnitte, denn gerade die erzeugen neue spannende oftmals grafische Perspektiven.