Top
Kundenbereich schließen

Willkommen im Kundenbereich

Melde dich mit deinen Zugangsdaten an.

  • Unikate & limitierte Sondereditionen
  • Exklusive Kundenevents
  • Lieblingsartikel merken
  • Bestellungen & Daten verwalten
Be part of the art

Ulrik Mikkelsen

Künstler aus Hamburg, Deutschland

Ulrik Mikkelsen arbeitet mit Zeichenstiften, Tinte und Wasserfarbe. Muster und repetitive Formen umspielen die Menschen in seinen Bildern, nehmen den Raum um sie herum oder auf ihrer Kleidung ein und geben den Porträtierten eine dieser Welt entrückte Anmutung. „Im Moment“, sagt Mikkelsen, „lasse ich meine Hände arbeiten ohne viel nachzudenken.“

 
„Durch die Kunst fühle ich mich schön und frei“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Sigrun Strangmann, www.sigrunstrangmann.com

Interview

Was bedeutet Kunst für dich?

Für mich ist Kunst Schöpfung. Es ist die Fähigkeit, etwas Bedeutungsvolles zu erschaffen aus der Verbindung zwischen Hirn und Hand. Ich denke, wir nennen es Kunst, weil es etwas ist, wozu relativ wenig Leute tatsächlich in der Lage sind. Es ist eine Kunst, schöpferisch tätig sein zu können.

Was und wie war deine erste bewusste Begegnung mit der Kunst?

Das ist eine wirklich schwierige Frage für mich, weil ich immer schon recht wenig daran interessiert war, mir Kunst anzusehen. Die erste Erinnerung, die mir in den Kopf kommt, sind die Poster, die meine Eltern in den 90ern an den grünen Wänden in ihrem Wohnzimmer hängen hatten. Eins war ein Monet und das andere ein Picasso. Es waren natürlich nicht echte Kunstdrucke, aber ich erinnere mich daran, dass ich sie mir gerne angesehen habe und dabei etwas empfunden habe – was eigenartig ist für einen 6 bis 7-Jährigen, ich weiß. Ich denke, ich fühlte mich dadurch voller Freude und Frieden.

Wie hat sich deine eigene Kunst entwickelt?

Wie ich immer sage, ich konnte schon immer zeichnen und zwar so, dass meine Zeichnungen irgendetwas ähnlich sahen, ob‘s Drachen waren, Monster oder Dinosaurier. Ich denke, meine Kunst hat sich parallel zu mir selbst entwickelt und ist im Verhältnis zu den Erfahrungen gewachsen, die ich im Leben gemacht habe. Aber wenn du danach fragst, wann zum Teufel ich ernsthaft damit angefangen habe, auf Papier rumzukritzeln, dann muss ich sagen, es war vor zwei Jahren, 2015. Ich habe damit angefangen, als ich eine sehr starke Depression hatte.

Was sind heute deine Hauptinspirationsquellen?

Mein Kopf und meine Stimmung. Ich kann nicht sagen, woher genau ich meine Inspiration bekomme. Ich war nie so einer, „der beim Spazierengehen ein Eichhörnchen sieht und sofort inspiriert ist".

Was macht deine Kunst besonders?

Das kann ich nicht beantworten. Es ist an anderen, zu entscheiden, was meine Werke auszeichnet.

Welche Technik verwendest du bei deinen Zeichnungen?

Als Erstes möchte ich betonen, dass meine Arbeit irgendwo zwischen Zeichnen und Malen anzusiedeln ist, denn ich arbeite mit Tinte und Wasserfarbe. Es sind also nicht nur Zeichnungen. Ich beginne damit, ein Porträt oder eine Figur mit dem Stift zu zeichnen und dann mache ich mit Tinte eine Menge Muster und Haare. Zuletzt kommt die Wasserfarbe zum Porträt.

Wie gehst du vor, wenn du mit einem neuen Kunstwerk anfangen willst?

Ich mache einiges, und zwar sehr Unterschiedliches. Es kann sein, dass ich eine Idee in den Kopf bekomme oder mir ein Konzept ausdenke, dessen Umsetzung interessant sein könnte, und dann suche ich Fotos oder Leute, die dieses Gefühl oder dieses Konzept ausdrücken können. Manchmal ist es auch andersherum. Dann sehe ich eine Person oder ein Bild von ihr, das bei mir ein bestimmtes Gefühl auslöst. Im Moment finde ich gerade Fotos von schönen Frauen und lasse meine Hände arbeiten, ohne viel darüber nachzudenken, was ich tue.

Wann ist ein Kunstwerk fertig?

Wenn es kein weißes Papier mehr auszufüllen gibt!

Zeigst du deine Werke Leuten, bevor sie fertig sind?

Tatsächlich lade ich manchmal „Work in Progress“-Fotos auf Instagram oder Facebook hoch oder poste sie, obwohl ich die Arbeit noch nicht beendet habe.