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Be part of the art

Victoria Wolf

Künstlerin aus Burg bei Magdeburg, Deutschland

Victoria Wolf lässt sich vielseitig zur Malerei inspirieren, immer wieder greift sie dabei Beziehungsthemen auf, etwa in ihren Brückenbildern, die für Verbindungen zwischen Menschen stehen. Mit ihrer Kamera sucht sie ihre Motive, zum Malen zieht sie sich dann zurück, um ungestört mit sich selbst und dem Bild in Kontakt zu kommen.

 
„Was mich berührt, fasziniert, stört – das setze ich in Bilder um“

Impressionen

Interview

Die Malerei und du – wie habt ihr Euch getroffen?

In Ausstellungen zeitgenössischer Maler*innen und in Kunstgalerien. In meinem 3. Lebensjahrzehnt ergriff die Malerei so richtig Besitz von mir. Zunächst nur als immer tiefer eintauchende Betrachterin, nichts war vor mir sicher. Im Laufe einiger Monate wurde die Faszination so unwiderstehlich, dass mir die Malerei Pinsel in die Hand legte und mich unentrinnbar in diese Leidenschaft zog – ungebrochen bis heute.

Wie hat sich deine Malerei entwickelt?

Nach kurzem Ausprobieren auf Papier spürte ich schnell, es muss Leinwand, Holz oder Malplatte sein. Und dann wurde meine Entwicklung langsam, ich habe mir Zeit gelassen, auch um meinen eigenen Blick zu kennen und gelten zu lassen, um zu experimentieren und mich auch auszuprobieren. Am liebsten allerdings male ich immer noch mit Acryl.

Welche Themen setzt du gerne in Bilder um?

Es gibt keine ausgesprochenen Lieblingsthemen, ich schöpfe aus verschiedenen Quellen. Zusammengefasst würde ich es so beschreiben: Was mich berührt, was aus meinem Innen nach Außen will, was mich fasziniert, was mich stört, das setze ich um. Einen Schwerpunkt gibt es jedoch: ich arbeite viel an Beziehungsthemen, dies findet Ausdruck unter anderem in meinen Brückenbildern: Brücken verbinden, Brücken bauen zwischen Menschen

Wo und wie lässt du dich inspirieren?

Die Inspiration findet mich überall, sie versteckt sich in den unterschiedlichsten Verstecken und steht oft überraschend vor mir und manchmal versteckt sie sich auch in mir, wenn sie sich dann zeigt, ist es am überraschendsten.

Hast du Lieblingswerkzeuge und -materialien? Was schätzt du an diesen?

Meine Pinsel, mich begeistern die schier unendlichen Gestaltungsmöglichkeiten, ich liebe auch meine alten Scheckkarten mit denen ich gestalte, auch meine Hände gehören dazu, Farbe zu streicheln – auf der Leinwand – das hat etwas Meditatives. Acryl pastos finde ich super, weil ich damit oft meinem Bedürfnis nach Üppigkeit nachgehe.

Wo malst du und wie hast du dich dort eingerichtet?

Derzeit male ich in meiner psychotherapeutischen Praxis, in der ich einen Bereich als Atelier nutze. Dass passt gut, denn ich arbeite unter anderem als Kunsttherapeutin.

Malst du auch Bilder „en plein air“, beispielsweise deine Architekturbilder?

Nein, „en plein air“ bin ich nur mit meinem Fotoapparat unterwegs, das Malen passiert im Raum.

Was brauchst du, um gut an deiner Kunst zu arbeiten?

Musik und Stille, stille Musik, musische Stille. Und das allerwichtigste: Zeit. Mit der Zeit geht Ungestörtheit einher, die ist unerlässlich, damit ich während des Malens sowohl mit mir selbst im Kontakt bin als auch mit dem Bild.

Wie beginnst du ein neues Werk?

Zuerst mit dem Spüren – was will oder muss auf die Leinwand. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, beginne ich überwiegend mit einer Skizze direkt auf der Leinwand, selten fertige ich Vorskizzen an. Mitunter entsteht das Bild ohne jegliche Vorskizze, das ist jedoch eher weniger der Fall.

Kannst du dich von fertigen Bildern gut trennen?

Nicht in den ersten zwei, drei Wochen. Danach kommt es ein wenig darauf an, um welches Bild es geht. Es gibt Bilder, von denen trenne ich mich nicht.

Was möchtest du im Betrachter deiner Kunst gern bewirken?

Zuerst Interesse, quasi die Einladung zum zweiten Blick, gern auch zu mehr, nämlich sich einzulassen, was beim Betrachten in der betrachtenden Person geschieht. Welche Botschaft sieht oder fühlt der Betrachter? Darüber hinaus reicht es mir durchaus auch aus, wenn ein Bild „einfach“ nur gefällt.

Wie wichtig ist dir der Austausch mit anderen über deine Malerei?

Es gibt drei Menschen in meinem Leben, mit denen ich immer in den Austausch gehe.

Was bereitet dir Vergnügen am Malen?

Die tiefe Konzentration bei gleichzeitiger Entspannung, das Eintauchen in Farben und Nuancen, der Dialog mit dem Bild und die Eigenständigkeit der Bildentwicklung. Das „gefahrlose“ Ausprobieren, Verzerren, Übertreiben, Verändern, die Freiheit der eigenen Wahrnehmung.

Und was nervt manchmal?

Nichts.

Was tust du, wenn du nicht malst?

Nicht malen (lacht).

Lebenstiefe, u.a. durch soziales Engagement und Glauben, Lebensgenuss durch Garten, Wasser, Kunst und Lebensfreude durch Lachen und Bewegung sind für mich bestimmend – in allen Facetten und oft auf "Brücken“ zu Anderen.