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Be part of the art

Sabrina Schelker

Malerin aus Jülich

In einer Künstlerfamilie aufgewachsen, wurde Sabrina die Kunst in die Wiege gelegt. Auch wenn sie sich zunächst dagegen gewehrt hat, bestreitet sie nun den kreativen Weg und vereint in ihren Malereien Philosophie und Kunst – und das mit einem ganz eigenen Stil. In ihrer Heimat Jülich erklärt uns die junge Künstlerin, wie ihre Bilder entstehen und welchen Einfluss ihre familiäre Herkunft auf ihre Kunst hat.

 
„Wenn ich Kunst mache, fühle ich mich lebendig“

Videoporträt

Impressionen

Interview

Sabrina, seit wann machst du Kunst?

Kunst mache ich eigentlich schon immer. Kunst hat mich schon immer begleitet. Ich komme aus einer Künstlerfamilie und wir waren immer kreativ. Bei uns gab es zum Beispiel auch nie Brettspiele. Anstatt Brettspiele zu spielen, haben wir Karikaturen von uns gemalt und uns darüber kaputtgelacht. So bin ich eigentlich mit Liebe und Freude zur Kunst gekommen.

Beschreibe deinen Stil in wenigen Worten.

Mein Stil ist expressiv, spielerisch, aber auch nachdenklich und figurativ. Ich versuche beides miteinander zu vereinen, beide Sparten zu kombinieren.

Du arbeitest mit verschiedenen Farben. Magst du uns mehr darüber erzählen?

Ich benutze ganz viele Materialien. Ob das jetzt Lack, Acryl oder Ölfarbe ist. Ich versuche ganz viel zu mixen, sodass ich eine expressive Basisfläche habe, auf der ich dann weitergehen und die Figur darauf aufbauen kann.

Machst du dir vorher Gedanken darum, wie dein Bild zum Schluss aussehen soll?

Oft fange ich an, einen wilden Untergrund zu malen. Und baue anhand der Struktur, die sich ergibt, eine Figur auf, oder vielleicht sehe ich auch schon anhand der Strukturen, die sich im Bild wiederfinden, eine Figur, und dann überlege ich, was ich malen will. Ich sehe etwas Figuratives und baue so die Figuren und Emotionen auf.

Machst du denn vorher auch Skizzen?

Ja, genau. Bevor ich ein Bild male, mache ich auch Skizzen. Aber es ist auch oft spannend zu sehen, wie die Figur sich im Malprozess entwickelt. Ich versuche schon den Hintergrund mit der Figur zu vereinen.

Hast du künstlerische Vorbilder?

Ich habe ganz viele Vorbilder. Ich nehme überall her Inspiration. Da gibt es zum Beispiel Daniel Richter, den ich geil finde. Aber auch Picasso, Matisse. Ich versuche irgendwie aus allem auch meins zu machen und meine eigene Geschichte zu erzählen.

Deine Familie ist östlich geprägt. Hat das Auswirkungen auf deine Kunst?

Da muss ich jetzt erst mal drüber nachdenken. Meine Familie kommt aus Siebenbürgen, aus Rumänien, und meine Großeltern und sogar meine Uroma waren in Rumänien Künstler. Diese ganze Familiengeschichte ist der Kunst schon sehr nahe. Wir haben immer gemalt, sei es Häuser verzieren. Bis ich eben zur expressiveren Kunst gekommen bin.

Ist es für dich spannend zu wissen, wer deine Kunst kauft?

Es ist immer spannend zu wissen, wer es kauft. Ich finde es geil, wenn derjenige, der es kauft, sympathisch ist, und natürlich spiegelt sich auch in denen, die meine Kunst gut finden, meine Kunst. Was ich mache, spiegelt sich in denjenigen, die sich dafür interessieren.

Gibst du deinen Bildern denn Titel?

Ich gebe meinen Bildern immer Titel. Titel sind für mich wichtig. Die Titel erzählen für mich auch eine Geschichte und damit drücke ich dann noch mal explizit aus, was ich in dem Bild meine oder was meine Vorstellung von dem Bild ist.

Möchtest du damit eine Botschaft übermitteln?

Eine Botschaft will ich damit nicht direkt vermitteln. Aber natürlich will jeder Mensch irgendwo Fußspuren hinterlassen. Das möchte ich auch mit meiner Kunst.

Was ist für dich Kunst?

Kunst ist für mich Kreativität. Lebendig sein. Wenn ich Kunst mache, fühle ich mich lebendig. Ein Tag ohne Kunst oder Kreativ-sein ist fast schon ein verlorener Tag.

Du widmest dich der Kunst. Was ist für dich das Tollste daran?

Das Tollste an der Kunst ist, dass ich nun einfach alles vereinen kann, was mich beschäftigt. Meine Liebe zur Philosophie, die ich jetzt in der Kunst auch wiederfinde. Zum Beispiel hat mich in der Philosophie immer die Frage interessiert, was Menschen mehr beeinflusst: Trieb oder Vernunft. Ich bin jetzt in der Kunst und mit meinem Stil eigentlich zu dem Schluss gekommen, dass sich beides vereinen lässt und dass beides zusammengehört. Das kann ich auch mit meiner Technik zusammenführen.

Das Studium ist also schon wichtig für dich?

Die Beschäftigung mit Philosophie und Literatur ist für mich und meine Kunst unerlässlich. Meine Kunst rührt eigentlich auch aus dieser Beschäftigung mit Philosophie und Literatur. Da habe ich aber die Chance, das bildhaft auszudrücken. Das ist eigentlich das Schöne.

Du hast mal erzählt, dass du deine erste Ausstellung hattest, als du noch ganz klein warst.

Meine Mutter ist auch Künstlerin, und als ich ganz klein war, bin ich auf die erste Ausstellung mitgekommen und wir hatten auch ein paar Bilder von mir dabei. Ich wurde da auch gefragt, wer meine Vorbilder sind, und ich habe mit sechs Jahren direkt gesagt: „Dali! Ist doch klar!“ Das war schon echt witzig.

Hast du die Bilder noch?

Die Bilder habe ich auch noch von dieser Ausstellung. Meine Mutter holt sie auch immer wieder raus, aber die möchte ich gerne irgendwo verstecken.

Was machst du, wenn du keine Kunst machst?

Wenn ich keine Kunst mache, dann lese ich. Oder treffe mich mit Freunden. Also um mal ganz von der Kunst abzuschalten. Aber das geht auch immer nur ein paar Tage. Dann muss ich wieder zurück zur Kunst. Das ist das, was ich will.

Hast du bei deinen Arbeiten ein übergreifendes Thema?

In meinen Bildern spielen viele Themen eine Rolle. Zum Beispiel Sexualität, Ästhetik, das Menschsein, Emotionen, das Expressive, das Spielerische. Das sind Dinge, die ich in meinen Bildern ausdrücken möchte. Melancholie zum Beispiel spielt auch eine große Rolle.

Also sind deine Bilder auch stimmungsabhängig?

Ja, sehr stimmungsabhängig sind meine Bilder. Musik spielt aber auch eine große Rolle. Ich switche immer zwischen Klassik und dem, was gerade viel in den Charts läuft, und so entwickeln sich auch meine Bilder. Da muss ich immer vorsichtig sein, was ich gerade höre.

Hattest du schon immer den Berufswunsch, Künstlerin zu werden?

Ich glaube, ich hatte nie so richtig den Berufswunsch, Künstlerin zu werden. Klar, das hat mich immer begleitet, weil ich aus einer Künstlerfamilie komme. Aber ich habe mich ganz schön gewehrt, diese Richtung einzuschlagen, und genau das ist doch passiert. Aber ich bin sehr zufrieden, dass ich das dann doch gewählt habe.

Also würdest du schon sagen, die Kunst wurde dir in die Wiege gelegt?

Es ist mir schon in die Wiege gelegt worden, zumindest so, dass es mich einholt, Kunst zu machen.

Gibt es etwas, was du gerne noch einmal ausprobieren würdest bezogen auf deine Kunst?

Es gibt viele Sachen, die ich vielleicht noch ausprobieren würde. Ich bin da überhaupt nicht festgelegt. Ich weiß nicht, ob ich morgen Äste male oder vielleicht ältere Menschen, Männer. Da bin ich nicht festgelegt. Ich bin immer auf der Suche und neugierig, Neues zu erfahren. Ich bin noch nicht an dem Endstadium meiner Kunst angekommen.

Wie entstehen deine Kunstwerke?

Ich male erst mal auf dem Boden oder auf dem Tisch und fange mit der Grundierung an. Ich brauche eine dicke Unterschicht, um Struktur in mein Bild zu bekommen. Dafür muss ich erst mal ganz viel Farbe auf das Bild auftragen. Ich versuche auch immer gleich, Tiefe mit in die Struktur zu bringen. Sobald die Farbe getrocknet ist, was manchmal ganz schön lange dauern kann, fange ich an, mir Gedanken zu machen, was ich in dem Bild sehe, zu was es mich anregt. Auch von der Farbigkeit. Dann fange ich eben an, mir Gedanken um die Figur zu machen. Es muss auch nicht immer eine Figur sein. Manchmal reicht auch ein abstrakter Gedanke, den ich symbolisch ausdrücken möchte. Dann male ich die Figur. Dabei ist mir der Ausdruck am wichtigsten. Die Figur ist nur angedeutet und der Ausdruck ist eigentlich das, worauf ich Wert lege.

Hast du ein Lieblingsformat für deine Kunstwerke?

Ich würde gerne immer größer werden. Ich könnte es mir total geil vorstellen, wenn ich mal so ein Vier-mal-vier-Meter-Bild mit der Farbe vollschmieren kann. Das fände ich total super. Ich glaube, nach oben ist keine Grenze gesetzt.