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Be part of the art

Silvian Sternhagel

Künstler aus Berlin, Deutschland

Silvian Sternhagels Kunstwerke sind aus dem inneren spontan entstandene Landschaften mit einem gewissen „Dreh“. Dieser Dreh oder Schwung findet sich, wie der Künstler sagt, auch in seiner Handschrift wieder: „Es ist eben etwas, welches mir eigen und authentisch zu sein scheint.“ Im Interview nimmt uns Sternhagel mit zu theoretischen Überlegungen über seine Kunst, spricht über universellen Energieaustausch und Öko-Kunst.

 
„Diese Bilder sind auch ein Porträt der Welt in ihren globalen unsichtbaren Zusammenhängen“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Denise van Deesen, www. denisevandeesen.com

Interview

Die Kunst und du – wo habt ihr euch getroffen?

In einem gegenseitigen Rhythmus von Annäherung und Distanz stehen wir seit jeher in Verbindung. Es ist sehr willkommen, dass es die Kunst auf Erden gibt und wir in einem Zeitalter der künstlerischen Emanzipation leben. In der Steinzeit hätte ich Höhlen bemalt, klare Sache. Wenn ich heute einen Pinsel in die Hand nehme, ist es eine Bestätigung der Beziehung zur Kunst, oder besser gesagt, zum künstlerischen Dasein.

Was macht die Kunst mit dir?

Nichts, ich mache etwas mit der Kunst und verwirkliche diese. Ich bin sozusagen derjenige, durch den es Kunst gibt. Mich würde es auch geben, ohne Kunst. Die meinige Kunst würde es allerdings nicht geben, ohne mich. Auch wenn es sich provokativ anhört, hat es einen sehr demütigen Hintergrund. Ich bin dankbar für die fast tägliche Möglichkeit, für die „Bildenden Kunst“ schöpferisch tätig sein zu dürfen und sehe mich dann eher als Werkzeug, durch das Kunst sichtbar gemacht werden kann. Ich finde, Kunst gibt es in jedem menschlichen Denken. Jeder ist ein denkender Könner und Künstler. Der Unterschied zur Kategorie „Bildende Kunst“ besteht vorwiegend in der Sichtbarmachung dessen. Es ist doch Kunst, wenn jemand interessante eigene Gedanken äußert. Das kann jeder in jeder Altersgruppe. „Kunst“ ist lediglich eine Definition, welche stets veränderbar war und veränderbar bleibt. Ich möchte lieber autonom bestimmt bleiben, als mich von der sogenannten Kunst einnehmen zu lassen. Früher war ich womöglich zu nah an der Kunst. Der Sinn des Lebens liegt sicherlich außerhalb der Kunst auf einer Ebene, auf welcher alle Menschen angesprochen sein können.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Das ist auch eine gute Frage. Besser als die Aufzählung von Epochen, Stilen und Kategorien ist es, einige Adjektive zu benennen: Spannend, überraschend, interessant, neuartig, andersartig, vital, positiv, schön, vertraut, verträumt, poetisch, magisch, religiös, fantasievoll, energisch, energiegeladen, beruhigend, bewegend, demütig, mutig, selbstsicher, deutbar, inspirierend, authentisch und sofort wiedererkennbar.

Würdest du dich als Landschaftsmaler bezeichnen?

Nein, auf keinen Fall. Sonst würde ich ja Landschaften malen. Sonst würde ich von Fotografien oder von der Realität echte Landschaften kopieren als rein handwerkliche Arbeit. Das wäre noch etwas für zukünftige Bilder. Es reizt mich durchaus, mal hyperrealistisch nach Fotovorlage zu malen. Bei diesen vorliegenden Bildern geht es um geistige Produkte, um versinnbildlichte Gedanken, um innere Kunst. Der Schaffensprozess liegt nicht im Anreiz von außen, sondern in der Beschäftigung mit Gesellschaft, Welt, Existenz, Gefühlen, Zukunft, Vision. Ich male Form und Farbe aus dem Inneren spontan heraus, ohne jemals auf eine Fotografie zurückzugreifen. Ich weiß, dies liegt etwas im Widerspruch zu scheinbar realistischen Gemälden. Es ist durchführbar ohne Vorlage, einen Baum, Fluss oder eine Wiese „funktionieren“ zu lassen. Tatsache ist, dass ich keine Fotografien oder Vorlagen benötige.

Richtig, zu sagen, dass deine Bilder einen Dreh haben?

Ja, einige meiner Bilder haben einen optischen Dreh implementiert bekommen; naja, alles ist stets in Bewegung. Die ganze Welt besteht aus Energieaustausch. Nichts steht still. Warum sollte das nicht in meinen Bildern zu sehen sein? Es ist wesentlich und gehört zum spirituellen, oder besser naturwissenschaftlichen Portrait der Welt dazu. Wenn man das Wesentliche aus dem Universum herauszieht, haben wir eine Visualisierung einer ewigen zeitlichen Spirale, auf der sich Werden, Sein, Vergehen ereignen. Es erinnert fast an das Modell einer Doppelhelix ohne Anfang und Ende.

Magst du mal beschreiben, worin dieser Dreh – oder das Außergewöhnliche an deinen Landschaftsgemälden besteht?

Wie eben schon beschrieben, außerdem spiegelt sich dieser Dreh, dieser Schwung diese Dynamik auch in meiner Handschrift wieder. Es ist eben etwas, welches mir eigen und authentisch zu sein scheint. Dennoch möchte ich noch besser auf Deine Frage eingehen. In der Antwort auf die vorhergehende Frage drückt sich bereits aus, dass wir uns in einem stets erneuernden System bewegen, welches in unseren Dimensionen durch die Abfolge von Veränderungen und Bewegungen besteht. Die Abfolge von Energieaustausch, also der Ausgleich von Energie macht unser Universum erst möglich. Würde das naturwissenschaftliche Phänomen „Energieausgleich“ nicht existieren, dann gäbe es rein gar nichts. Insofern sind diese Bilder auch ein Porträt der Welt in ihren globalen unsichtbaren Zusammenhängen, in der Darstellung der nicht sichtbaren Kräfte, die unsere Welt erst ermöglichen. Deren Wirkungsbereiche treten auf der Leinwand in Erscheinung in Form von riesigen Strudeln und Spiralfeldern, welche ganze Landmassen mitnehmen. Dualität und Polarität wird sichtbar, Resonanzgesetze lassen sich auf diesen Bildern erahnen. Alles hängt miteinander zusammen. Ein Gemälde mit einem solchen Dreh versucht also auf z.B. 40x50 cm Flächenmaß ein Phänomen abzubilden, welches 13,81 Milliarden Jahre alt ist und auf ca. 90 Milliarden Lichtjahren Längenmaß im Durchmesser des Universums gilt. Und es kommt noch besser: Man kann ein solches Gemälde auch nur um der Optik wegen mögen.

Was inspiriert dich zu diesen Gemälden?

Der initiale Antrieb ein Gemälde zu malen, ist eine Art Faszination, Neugier und Begeisterung für die Verwirklichung von etwas Neuem. Ich versuche, mich nicht zu wiederholen. Das ist hoffentlich eine Art von Entwicklung. Ich begreife mich nur als Werkzeug für eine Intention, die für mich ein bisschen zu groß ist. Obwohl, wenn ich so erzähle, finde ich Umweltschutz, Naturschutz enorm wichtig. ECO-ART ist für mich derzeit ein inspirierender Begriff! EcoArt ist eine zeitgenössische künstlerische Bewegung, die das Bewusstsein für ein gesundes Zusammenleben aller Lebewesen in dem einzigartigen Organismus ‚Planet Erde„ vertritt. „Öko“ ist altgriechischer Herkunft und bedeutet „Haus, sich niederlassen, Heimat“. EcoArt ist demzufolge die Kunst, welche darauf verweist, dass wir nur einen kleinen Wohnraum des Alls nutzen. EcoArt arbeitet an der Verbesserung unserer Beziehung zur Natur. EcoArt-Künstler kollaborieren auch mit Wissenschaftlern, Philosophen und Aktivisten an Projekten zur öffentlichen Aufklärung. Durch die universelle Sprache der Kunst kann das Umweltbewusstsein zu einer faszinierenden Erfahrung für den Betrachter werden. Manchmal schaue ich einem Baum im Winde zu und kann nur darüber staunen, dass es so ein schönes Lebewesen überhaupt gibt. Dasselbe gilt für eine Wiese, für ein Blatt, für einen Grashalm und für soviel mehr…. Die Positionierung als ECO-ART-KÜNSTLER finde ich sinnvoll. ECO-ART AUF LEINWAND als Marke - Das inspiriert mich.

Wie gehst du ein neues Bild an?

Völlig planlos. Wenn ich die Leinwand auf den Keilrahmen spanne, dann fühle ich instinktiv schon eine Unruhe auf etwas Unerwartetes. Wenn ich mich dann mit Pinsel und Farbe auf die Leinwand gehe, lasse ich etwas entstehen. Es malt, ich schaue nur zu. Ich greife nicht bewusst in den Prozess ein. Die Intention und die Absicht eines Bildes ist im Vorfeld nicht festgelegt. Oft reflektiere ich erst das fertige Bild, wenn ich nach der Fertigstellung einen Titel ausfindig machen möchte. Spätestens beim Fotografieren und Vergeben der Verzeichnisnummer möchte ich einen richtigen Titel vergeben können, gleich einer Taufe.

Wie entstehen deine Bilder technisch?

Ganz unspektakulär. Es ist Ölmalerei auf Leinwand oder selten Holztafel. Ich benutze die teuersten Ölfarben auf dem Markt, da Qualität sehr sehr wichtig ist. Außerdem bin ich so organisiert, dass ich immer sofort effizient malen kann.

Wo malst du und wie hast du dich eingerichtet?

Wichtig ist, sofort und immer malen zu können. Daher bin ich kein Vertreter von externen Ateliers. Ich male gerne nachts. Dazu brauche ich nicht viel. 8 Farbtuben, 4 Pinsel, 2 Quadratmeter und 1 Tageslichtlampe. Damit kann ich auch gerne unterwegs sein und woanders malen. Ich gebe zu, dass dies ein Minimum an Anforderungen ist. Mein Atelierraum hat derzeit ca. 16 qm. Tatsächlich besitze ich 32 Pinsel und über 64 Schmincke-Mussini Öl-Farbtuben, eigentlich alle verfügbaren. Nur für den Fall der Fälle.

Was brauchst du noch, um gut arbeiten zu können?

Wie alle Künstler: Zeit.

Wie wichtig ist dir die Reaktion der Betrachter?

Sagen wir's mal so: Ich freue mich über all die positiven und erfreulichen Reaktionen. Auch ohne diese Reaktionen würde ich allerdings dasselbe machen.

Möchtest du mit deinen Bildern etwas bestimmtes in den Menschen hervorrufen?

Nun, ich bin ein sehr freiheitsliebender Mensch und respektiere ebenso die Freiheit in emotionaler und geistiger Hinsicht jedes anderen Menschen. Ich kann nicht sagen, dass ich den Willen habe, in anderen Menschen etwas hervorzurufen. Es kann sich durch den Anderen ergeben. Ich danke diesen Menschen für deren Resonanz und bin erleichtert über glückliche Betrachter und Käufer.

Was machst du, wenn du nicht malst?

Ich habe eine Familie mit mehreren Kindern und die beste Ehefrau der Welt.