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Teresa Miosga

Künstlerin aus Duisburg

Teresa Miosgas Kunst beginnt in der Natur. Dort sind „nur die Landschaft und ich – nichts dazwischen“, sagt die Künstlerin. Es beginnt ein Zwiegespräch, aus dem im Atelier das Bild entsteht. In ihrer Reihe „Verflechtungen“ setzt sie sich mit Linien in der Natur auseinander: Stämme, Äste, Gräser – und mit den Flächen und Zwischenräumen, die durch sie entstehen.

 
„Ich frage – die Natur antwortet; sie fragt und ich antworte.“

Impressionen

 

Alle Fotografien von Dirk Behlau, www.thepixeleye.com

Interview

Wann bist du der Kunst zuerst begegnet? Seit wann fasziniert dich Kunst?

Seit der Pubertät interessiere ich mich für Kunst. Ich war nicht einverstanden mit der Welt, und Antworten auf meine Fragen suchte ich in der Kunst. Es waren so viele Fragen und Antworten, dass ich anfangen musste selber zu malen. Ich male schon seit über 20 Jahren. Meine künstlerische Ausbildung absolvierte ich an der Kunstschule für Malerei und Grafik am ibkk in Bochum.

Was macht deine Kunst besonders?

Ich liebe Linien, deshalb zeichne ich sehr viel.

Welches Material und welche Techniken benutzt du am liebsten?

Ich bevorzuge es, mit Papier zu malen. Papier hat verschiedene Eigenschaften. Da die Oberfläche entweder glatt, rau oder matt sein kann, hat Papier unterschiedliche Saugmöglichkeiten, die ich berücksichtigen muss. Ich benutze gerne Acrylfarben. Malen mit ihnen entspricht der modernen Welt. Das Bild entsteht schnell, die Farbe trocknet rasch, man kann sie übermalen und die Aussage verändern. Zudem lässt sich Acryl schnell und einfach mit anderen Materialien kombinieren: zum Beispiel mit Bleistift, Buntstift, Tusche ... In meiner letzten Serie „Verflechtungen“ setzte ich mich mit der Öl-Technik auseinander. Das Arbeiten mit Öl erfordert Geduld. Man braucht Zeit, damit eine Schicht trocknet und anschließend lasiert werden kann. Öl ist für mich wie Eintauchen in die Vergangenheit. Früher hatte man Zeit. Im Kontrast hierzu steht die schnelle und hektische Gegenwart. In meiner Kunst kann ich eintauchen und der hektischen Welt entfliehen. „Verflechtungen“ ist eine Serie, in der ich mich mit Linien, Flächen und den dabei entstehenden Zwischenräumen auseinandersetze. Bäume mit ihren Ästen teilen unser Bild, teilen Landschaft, teilen Luftraum. Und hier bin ich wieder bei meinem Ursprung – den Linien.

Was fasziniert dich an deinen Motiven? Wo findest du Inspiration?

Seit 20 Jahren jogge ich die gleiche Strecke entlang, und seit 20 Jahren erlebe ich sie jedes Mal aufs Neue. Das Neue ist meine Inspiration. Derselbe Weg seit 20 Jahren und jedes Mal anders gesehen. Den sich wiederholenden Rhythmus der Natur und die täglichen Veränderungen möchte ich einfangen.

Wo arbeitest du?

Ich beginne meine Arbeit draußen, in der Natur, vor Ort. Hier entsteht der erste Arbeitsschritt. Da sind nur ich und die Landschaft, nichts dazwischen. So entsteht ein Gespräch: Ich frage – die Natur antwortet; sie fragt und ich antworte. In meinem Atelier arbeite ich weiter; korrigiere die Fehler, arbeite die Details aus. Das ist ein langer Vorgang, da ich mit Öl mehrere Schichten lasiere.

Was brauchst du, um gut an deiner Kunst zu arbeiten?

Die Natur ist mein Thema. Ich brauche eine Umgebung, mit der ich mich verbunden fühle. Wenn ich lange nicht arbeiten kann, dann wächst in mir eine Unruhe. Sie zwingt mich zu malen. Ich kann nicht nicht malen.

Welches ist dein wichtigstes Anliegen als Künstlerin?

Kunst ist eine Art zu leben, zu fühlen, zu denken. Wie reagiere ich auf die Welt, auf die Geschehnisse? Für mich ist ein sehr wichtiger Aspekt in der Kunst die Freiheit. Im Leben muss ich viele Kompromisse eingehen – in der Kunst dagegen nicht. Kunst erlaubt mir alles. Es ist unwichtig, ob meine Arbeiten jemanden gefallen. Ich erlaube mir frei zu sein, frei zu fühlen, frei zu empfinden.

Welches wäre die ideale Umgebung für deine Bilder?

Ich würde gerne meine Arbeiten in einem alten Industriegebäude mit roten Backsteinen und weißen Wänden ausstellen. Der Kontrast zwischen kalten Mauern und meinen Landschaften würde meine Kunst noch hervorheben.

Welches war dein schönstes Erlebnis mit deiner Kunst?

Menschen haben unterschiedliche Erwartungen an Kunst. Vielen fällt es schwer, sich auf die Kunst einzulassen, deshalb brauchen sie die Meinung eines Experten. Ich bin glücklich, wenn meine Tochter vor meinen Arbeiten steht und die Bilder auf sich einwirken lässt. Ein tolles Erlebnis war, als ein 10-jähriger Junge von mir ein Bild erwerben wollte und nachfragte, ob das Bild noch in sein Taschengeldbudget passe.

Was machst du, wenn du nicht malst?

Ich arbeite an einer Grundschule mit Kindern.